BERLIN - Verbraucherschützer befürchten ein Chaos für Kunden beim Kauf von Energiesparlampen – denn für die alte 75-Watt-Glühlampe ist ab 1. September Schluss. Energiesparlampen sind nach Ansicht des Bundesverbands der Verbraucherzentralen vielfach zu teuer, qualitativ nicht gut genug und zu unklar ausgezeichnet. Verbandschef Gerd Billen forderte am Donnerstag in Berlin die Hersteller auf, mehr Informationen über Qualität, Lebensdauer und Helligkeit anzugeben.

Billen mahnte die Industrie, den „Blauen Engel“ als Qualitätszeichen zu verwenden. Er kritisierte, dass es zu wenig Sammelstellen für Altlampen gebe. Die Händler müssten daher auf freiwilliger Basis ein einheitliches Rücknahmesystem aufbauen.

Weiteres Problem: Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Die Sparlampen dürfen deshalb nicht in den Hausmüll. Es sei ein Ärgernis, dass es nicht genug Baumärkte oder Möbelgeschäfte gebe, bei denen ausgediente Energiesparlampen zurückgegeben werden könnten.

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Verbraucherschutz, Michael Goldmann (FDP/Papenburg), widersprach Billen: „Es darf keine Zwangsrückgabe bei den Händler geben. Es ist dem Verbraucher zuzumuten, eine Sammelstelle aufzusuchen.“ Bei der Entsorgung müsse es vielmehr zu einem „vernünftigen Miteinander“ kommen.