BERLIN - Die EWE bleibt mit Blick auf die Unternehmensgröße im Nordwesten das Maß aller Dinge. Wie aus einer jetzt veröffentlichten Studie der Tageszeitung Die Welt hervorgeht, belegt der Oldenburger Energieversorger mit einem Umsatz von knapp sieben Milliarden Euro (plus 20,2 Prozent) im vergangenen Jahr den ersten Rang im Raum Weser-Ems. Bundesweit kletterte der Konzern von Rang 109 auf 99 und schaffte so den Sprung unter die Top-100.
Insgesamt platzierten sich 30 Unternehmen aus Niedersachsen darunter sieben aus dem Raum Weser-Ems unter den 500 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland. Mit einem Umsatz von 126,9 Milliarden Euro (plus 20,6 Prozent) führt Volkswagen (Wolfsburg) nicht nur Niedersachsen, sondern wie berichtet auch bundesweit die Rangliste vor Daimler (97,8 Milliarden) an. Hinter VW gruppieren sich in Niedersachsen der Hannoveraner Automobilzulieferer Continental (Gesamtrang 28; 26 Milliarden Euro Umsatz), der Hannoveraner Tourismuskonzern Tui (42; 16,4 Milliarden), der Stahlproduzent Salzgitter (87; 8,3 Milliarden) und die EWE ein.
In Weser-Ems folgt als zweitgrößtes Unternehmen mit einigem Abstand die Osnabrücker Spedition (Hellmann Worldwide Logistics auf Gesamtrang 261 (Vorjahr: 291) mit einem Umsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro. Dicht dahinter findet sich der Stahlerzeuger Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe mit 2,4 Milliarden Euro Umsatz und einem Sprung von Rang 288 auf 265 ein.
Ebenfalls noch unter die Top-500 schaffen es aus Weser-Ems der Geflügelzüchter und -verarbeiter PHW (Visbek) auf Rang 300 (293) mit 2,1 Milliarden Euro Umsatz, die J. Bünting Beteiligungs AG aus Leer auf Platz 312 (338) mit knapp 2 Milliarden Euro Umsatz, der Lebensmittelproduzent Heristo aus Bad Rothenfelde auf Rang 394 (365) mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz sowie der Metallkonzern KME Germany aus Osnabrück auf Platz 414 (im Vorjahr nicht in der Rangliste vertreten) mit 1,4 Milliarden Euro Umsatz.
Grundlage für die Rangliste sind nach Angaben der Zeitung Die Welt die Geschäftsberichte oder Angaben der Unternehmen auf Anfrage der Redaktion. Zu einigen Großkonzernen, etwa Enercon, lagen keine Angaben vor. 2009 hatte der Auricher Windenergieanlagenbauer noch einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Er würde sich demnach in Weser-Ems vermutlich auf Rang zwei hinter der EWE einreihen.
