Berlin/Flensburg - Autokäufer haben sich auch in den ersten Monaten des neuen Jahres seltener für einen Wagen mit Dieselmotor entschieden. Nur noch etwa jedes dritte neu zugelassene Auto war ein Diesel, wie der Branchenverband VDA am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wurden im ersten Quartal rund 878 600 Neuwagen zugelassen – etwa vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Dieselanteil sank laut VDA auf 32,3 Prozent – nach etwa 42,7 Prozent ein Jahr zuvor. Der Diesel steht seit dem Skandal um Manipulationen bei Abgaswerten und wegen der starken Luftverschmutzung in einigen Städten in der Kritik. In mehreren Kommunen drohen Fahrverbote.

Der Anteil von Dieselmotoren an neuen Autos schrumpft seit Längerem. Im März lag er nach Angaben des das Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) nun bei 31,4 Prozent. Dafür werden mehr Benziner zugelassen, die nun 64 Prozent ausmachten. Auch neue Antriebe legen zu, sind aber noch nicht so verbreitet: Von 347 400 Neuwagen waren rund 3800 Elektroautos, etwa 10 900 hatten Hybridantrieb.

Insgesamt seien die ersten Monate das „zulassungsstärkste erste Quartal seit dem Jahr 2000“ gewesen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Vor allem Privatleute hätten mehr Autos gekauft. Betrachtet man die Monate einzeln, dann gingen die Neuzulassungen im März zurück. Wegen des frühen Ostertermins habe es in dem Monat zwei Verkaufstage weniger gegeben, so der VDA.