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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Sorgen wegen Strafen gegen Russland

07.08.2017

Berlin /Frankfurt Die neuen US-Sanktionen gegen Russland bereiten der deutschen Wirtschaft Sorgen. „Wichtige Projekte für die Versorgungssicherheit können zum Stillstand kommen, sollte es deutschen Unternehmen nicht mehr erlaubt sein, an russischen Gaspipeline-Projekten mitzuwirken“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier. Das würde auch die deutsche Wirtschaft insgesamt empfindlich treffen.

Die nicht mit der EU abgestimmten Strafmaßnahmen nehmen unter anderem den für Russland wichtigen Energiesektor ins Visier. Sie können aber auch Firmen aus anderen Ländern treffen, die sich an der Instandsetzung, Modernisierung oder am Ausbau russischer Exportpipelines beteiligen.

Nach Jahren der Krise infolge des Ölpreisverfalls und der 2014 verhängten EU-Wirtschaftssanktionen hatte sich die russische Wirtschaft zuletzt erholt. Für dieses Jahr erwartet der Deutsche Indus­trie- und Handelskammertag (DIHK) zum ersten Mal seit vier Jahren wieder ein Wachstum der deutschen Exporte in das Land. Ein Plus von mindestens fünf Prozent könnte demnach drin sein. Von 2013 bis 2016 waren die Ausfuhren von Gütern „Made in Germany“ den Angaben zufolge um 40 Prozent eingebrochen.

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