Berlin - Die Zahl der Frauen in Führungspositionen wächst nur langsam. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Index der Organisation „FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte“. Bei 185 börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen der Privatwirtschaft sind demnach (Stand 31. Oktober) 27,6 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten präsent – 1,7 Prozentpunkte mehr als seit Anfang des Jahres.
Der Frauenanteil auf der Vorstandsebene stieg gleichzeitig minimal um 0,4 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Der sogenannte WoB-Index misst seit 2010 den Fortschritt beim Frauenanteil in Spitzenpositionen der Wirtschaft.
Das Thema Frauen finde bei den Sondierungsgesprächen für eine Jamaika-Koalition nicht statt, kritisierte FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow. „Mit der Bundestagswahl ist die Gleichberechtigung von der Tagesordnung verschwunden.“
