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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Zehntausende demonstrieren für Agrarwende

21.01.2019

Berlin Angeführt von rund 170 Traktoren haben mehrere zehntausend Menschen in Berlin für eine Wende zu mehr Umwelt- und Tierschutz in der Landwirtschaft demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt“ zogen nach Veranstalterangaben am Samstag rund 35 000 Menschen durch das Regierungsviertel – parallel zur Ernährungsmesse Grüne Woche und einer Agrarminister-Konferenz.

Zu der Demonstration für eine Agrarwende hatte ein Bündnis von Landwirten, Tier- und Umweltschützern aufgerufen. Los ging es am Morgen mit einer Traktoren-Sternfahrt zum Brandenburger Tor. Auf drei Routen waren Bauern damit aus dem Umland in die Stadt gefahren. An der Agrarminister-Konferenz im Außenministerium übergaben sie eine Protestnote. Darin stand, dass „bäuerliche Arbeit auf den Äckern und Feldern und in den Ställen etwas sehr Wertvolles und vor allem Schützenswertes“ sei.

Das Bündnis fordert auch für die Verhandlungen zur künftigen EU-Agrarfinanzierung mehr Klima- und Naturschutz, mehr Unterstützung für kleinere Höfe und artgerechte Tierhaltung.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) wandte sich mit Blick auf die Demonstration gegen Polarisierungen. Es sei eine Herausforderung, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. „Wir werden sie nicht satt machen mit einem Teilausstieg aus der landwirtschaftlichen Produktion.“ Es komme auf eine nachhaltigere, effizientere und umweltgerechtere Produktion an. „Aber wir brauchen den Landwirt.“ Es gehe nicht mit einem Gegeneinander und mit Pauschalisierungen.

Am Brandenburger Tor zeigte sich ein buntes Bild: Demonstranten in Bienen und Imkerkostümen, überlebensgroße Luftballons in Form von Insekten sowie Transparente. Eine Landwirtin aus dem Wendland sagte: „Die Agrarindustrie lässt uns kleine Bauern wegsterben.“ Ihre Familie müsse jedes Jahr gucken, wie es weitergehe.

Grünen-Chef Robert Habeck rief dazu auf, bewusst einzukaufen: „Wir müssen wegkommen im Alltag von diesem: „Wir stopfen uns noch schnell Kalorien rein, und es ist egal, wie sie entstanden sind“.“

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