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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Gutachten: Es soll weniger schlimm werden

12.11.2020

Berlin An einer banalen Einsicht kommen auch die renommierten fünf Wirtschaftsweisen nicht vorbei: Am Ende hängt das Wohl und Wehe der deutschen Wirtschaft vom Verlauf der Corona-Pandemie ab. Der Vorsitzende des Beratergremiums, Professor Lars Feld, warnte am Mittwoch bei der Vorlage von dessen Herbstgutachten, noch sei die Krise nicht bewältigt. „Durch die stark steigenden Infektionszahlen bleibt die wirtschaftliche Lage fragil.“

Dennoch besteht, zumal mit der Hoffnung auf einen bald verfügbaren Impfstoff, nach Auffassung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Anlass für vorsichtige Zuversicht. Mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um gerade noch 5,1 Prozent rechnet der Rat in diesem Jahr.

Er ist damit optimistischer als die Ministerriege um Bundeskanzlerin Angela Merkel, die das Minus kürzlich auf 5,5 Prozent veranschlagte, und als die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute des Landes, die mit einem Einbruch von 5,4 Prozent rechnen.

Eine Einsicht hat sich mittlerweile aber bei fast allen Ökonomen durchgesetzt: Anders als kurz nach Beginn der Corona-Infektionswelle von den meisten erwartet, wird die Rezession in diesem Jahr doch nicht das Ausmaß erreichen wie 2009, also unmittelbar nach der Finanz- und Wirtschaftskrise, als es um 5,7 Prozent bergab ging.

Weitere Fakten zum Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen:

Wenig Wachstum

Die für das kommende Jahr erwartete wirtschaftliche Erholung wird wohl im Ausmaß hinter den früheren Prognosen und der Entwicklung vor gut zehn Jahren zurückbleiben. Mit einem Wachstum von lediglich 3,7 Prozent rechnet der Sachverständigenrat 2021. Das ist zu wenig, um die Delle des laufenden Jahres bereits ausgleichen zu können, und bleibt hinter der Regierungsschätzung von 4,4 Prozent zurück. Allerdings könnte ein rasch verfügbarer Impfstoff gegen die Corona-Erkrankung dem Wachstum zusätzliche Impulse geben. Dennoch werde es bis 2022 dauern, um wieder auf Vorkrisenniveau zu landen, heißt es im Herbstgutachten.

Der aktuelle „Lockdown Light“ werde „keine allzu großen Auswirkungen“ haben, wie Feld sagte. Es gehe um je 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem und im nächsten Jahr.

Firmen entlasten

Die Politik wird von den Wirtschaftsweisen zwar für ihr entschlossenes Handeln in der Corona-Krise gelobt – uneingeschränkt bleibt dieses Lob nicht. So sind die Sachverständigen weiter zurückhaltend, was die Impulse durch die befristete Senkung der Mehrwertsteuer angeht. Zudem plädieren sie für größere steuerliche Entlastungen der Firmen, etwa bei der Verrechnung von aktuellen Verlusten mit Gewinnen früherer Jahre. Angemahnt werden auch eine Energiepreisreform, mehr Digitalisierung, gerade im Bildungs- und im Gesundheitswesen. Und: eine Erhöhung des Renten-Eintrittsalters.

Gernot Heller Korrespondentenbüro Berlin
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