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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bahn-Chef hat gut lachen

27.07.2017

Berlin Der Dauerregen hat bislang keine Bahntrassen in Deutschland überflutet oder unterspült. Die Sonnenschein-Laune von Vorstandschef Richard Lutz konnte deshalb nichts trüben, als er am Mittwoch in Berlin die Halbjahresbilanz der Deutschen Bahn vorlegte. Mehr Kunden, weniger Verspätungen und ordentliche Geschäftsergebnisse: Man sei auf dem Weg, „die Bahn jeden Tag ein Stück besser zu machen“, sagte Lutz.

Dies untermauerte er mit Zahlen: Die Zahl der Bahn-Fahrgäste in Deutschland stieg, verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2016, um 2,4 Prozent auf 1,03 Milliarden. Auch der Fernverkehr mit ICE und IC legte zu und erreichte den Rekordwert von 68,3 Millionen Fahrten. Sogar in der Sorgensparte, dem Schienengüterverkehr, ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar.

Bei der Güterbahn-Tochter DB Cargo gebe es „das erste leichte Wachstum seit fünf Jahren“, sagte Lutz, der vor vier Monaten vom Finanzchef zum Vorsitzenden des Vorstands aufgestiegen war. Nach zwei Verlustjahren erwarte man 2017 „schwarze Zahlen im Schienengüterverkehr“, „ein knapp positives Ergebnis“, ergänzte Vorstandsmitglied Berthold Huber.

Die Bahn plant davon unabhängig deshalb eine Offensive. Noch in diesem Jahr sollen 60 Lokomotiven im Wert von 250 Millionen Euro beschafft werden. Für 2018 ist dann der Kauf der ersten 1000 von insgesamt 4000 neuen Güterwaggons geplant. Der Plan sieht zudem bis zu 700 Neueinstellungen innerhalb von fünf Jahren bei Lokführern und Rangierern sowie in den Werkstätten vor.

Weil die Konjunktur brummt und es der Bahn mit allerlei Rabatten und höherer Pünktlichkeit gelingt, mehr Reisende in die Züge zu locken, ist der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um 5,2 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn erhöhte sich unterm Strich um 29 Prozent auf 779 Millionen Euro. Vorerst will Lutz erst einmal so weitermachen, wie es vor zwei Jahren im Programm „DB 2020 plus“ festgelegt worden sei – mit mehr Qualität und mehr Kundenservice.

Keine Erfolgsstory ist die Besetzung zweier Vorstandsposten, die seit März vakant sind. Lutz wollte am Mittwoch nicht viel dazu sagen: Wie es bei der Personalentscheidung weitergehe „und wann der Aufsichtsrat den Vorstand komplettiert“, könne und wolle er nicht kommentieren.

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