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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Air Berlin soll 350 Millionen einbringen

25.09.2017

Berlin /Hamburg Der Verkauf der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bringt wohl genug Geld in die Kasse, um den staatlichen Überbrückungskredit von 150 Millionen Euro zurückzuzahlen. Der Gläubigerausschuss geht von Gesamteinnahmen zwischen 250 und 350 Millionen Euro aus, wie Medien berichteten. Damit könnte der Kredit zurückgezahlt werden, den die Bundesregierung bereitgestellt hatte, um Air Berlin während der Verkaufsverhandlungen in der Luft zu halten.

Details zum Verkauf der Einzelteile an verschiedene Bieter sollen an diesem Montag bekanntgegeben werden. Wie die „Rheinische Post“ berichtete, müsse noch ein Streit zwischen Lufthansa und Easyjet um besonders begehrte Flugrechte in Düsseldorf beigelegt werden. Im Umfeld des Gläubigerausschusses hieß es, der britische Billigflieger wolle nicht nur seine Präsenz in Berlin erhöhen, sondern auch in der NRW-Landeshauptstadt relativ viele Start- und Landerechte übernehmen. Lufthansa wolle aber nicht auf alle diese Routen verzichten. Es gehe um wichtige Strecken etwa nach München oder Hamburg.

Bei den Verhandlungen über die Aufteilung der insolventen Airline ist aus Sicht eines Branchenexperten ein zügiger Abschluss notwendig. „Ein ’Grounding’ ist noch nicht vom Tisch“, sagte Gerald Wissel von der Beratungsfirma Airborne der Deutschen Presse Agentur. Beim „Grounding“ würden alle Flugzeuge am Boden bleiben, etwa wenn Air Berlin das Geld ausgeht. Dies hätte massive Auswirkungen für Passagiere.

Wissel sagte, der beste Fall wäre, wenn die Verhandlungen im Oktober abgeschlossen werden. „Der schlechteste Fall wäre, wenn sich die Verhandlungen ziehen und hinschleppen, auch durch Klagen von unterlegenen Bewerbern oder Gewerkschaften. Dann besteht die Gefahr, dass das Geld ausgeht, die Betriebsgenehmigung erlischt, die Slots in die Koordination gehen und damit die Karten neu gemischt werden.“

Die Gläubiger hatten vorm Wochenende angekündigt, einen Verkauf an Lufthansa und Easyjet anzustreben. Die Verhandlungen für die einzelnen Unternehmensteile sollen insgesamt noch bis zum 12. Oktober dauern. Allerdings gehen Experten davon aus, dass noch bis zu drei Monate vergehen könnten, bis deutsche und europäischen Wettbewerbsbehörden die Kaufverträge geprüft haben. Die Gewerkschaften dringen darauf, dass die neuen Eigentümer auch die Beschäftigten übernehmen.

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