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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Dürre In Landwirtschaft: Ernteausfälle – Bauern fordern Milliarde

31.07.2018

Berlin /Hannover Angesichts bedrohlicher Einbußen durch die wochenlange Dürre in vielen Regionen Deutschlands dringen die Bauern auf rasche Nothilfen. „Eine Milliarde Euro wäre wünschenswert, um die Ausfälle auszugleichen“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Dafür sollten der Notstand erklärt und dann ein solches Budget bereitgestellt werden.

Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit vor allem im Osten und Norden Deutschlands befürchten viele Bauern massive Ausfälle bei der Ernte von Getreide, aber auch von Gras als Tierfutter. Dies könne teils existenzbedrohende Ausmaße annehmen, heißt es aus der Branche.

„Wir befinden uns mitten in der Ernte und können schon jetzt sagen, dass die Trockenschäden ein Mehrfaches der genannten eine Milliarde Euro betragen werden“, begründete Rukwied die Forderungen im Gespräch mit dieser Zeitung.

Heiß, noch heißer und am heißesten

Der Sommer bleibt heiß und gut für Rekorde. Ausgerechnet „Juli“ heißt das Tief, das zum Ende des Monats mit dem gleichen Namen noch einmal subtropische Luft nach Mitteleuropa bringt. Der Dienstag könnte sogar der bisher heißeste Tag des Jahres werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält Temperaturen von bis zu 39 Grad für möglich. Aktuell liegt der Rekord für 2018 bei 38 Grad – so heiß war es am 26. Juli in Duisburg-Baerl.

Auch im Norden könnten die Temperaturen noch ein neues Hoch erreichen. So werden im Wendland bis zu 38 Grad erwartet. Angenehmer werde es an der Küste und im Emsland. Dort seien zwischen 25 und 30 Grad zu erwarten.

Die ökologisch orientierte Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft mahnte als schnelle Hilfe in erster Linie „faire Erzeugerpreise“ an. Rufe nach staatlichen Hilfen seien zu einfach.

An diesem Dienstag wollen Ministeriumsexperten von Bund und Ländern in Berlin über die Lage beraten. Am Mittwoch will Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) dann auch das Kabinett informieren. Beschlüsse über mögliche Bundeshilfen werden von beiden Terminen jedoch nicht erwartet.

Zuerst liegt die Zuständigkeit für Unterstützungsangebote bei den Ländern. Erst wenn Schäden von „nationalem Ausmaß“ festgestellt werden, kann auch der Bund Finanzhilfen leisten. Zuletzt war dies 2003 wegen einer Dürre der Fall und 2013 wegen Hochwasserschäden.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast verfolgt die Auswirkungen der anhaltenden Dürre mit großer Sorge. „Die Situation für die Landwirte ist sehr ernst. Wir stellen in ganz Niedersachsen erhebliche Ernteausfälle fest. Das gilt nicht nur für das Grünland, sondern vor allem auch für Getreide und Raps mit Mindererträgen von zehn bis über 50 Prozent“, sagte die CDU-Politikerin gegenüber dieser Zeitung.

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Unionsfraktionsvize Gitta Connemann (CDU) aus Leer mahnte baldige Klarheit an. „Bund und Länder müssen jetzt so schnell wie möglich entscheiden, ob es sich bei der diesjährigen Dürre um ein Schadenereignis nationalen Ausmaßes handelt.“

Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, forderte einen umfassenderen Ansatz für die Ministeriumsgespräche: „Es darf nicht vergessen werden, dass wir in Zukunft immer wieder mit solchen Dürren zu kämpfen haben werden“, betonte Staudte im Gespräch mit dieser Zeitung.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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