• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Tegel findet immer mehr Freunde

03.04.2018

Berlin Die Debatte um einen Weiterbetrieb des „alten“ Berliner Flughafens Tegel wird jetzt auch vom neuen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer angeheizt. „Ich bin immer ein Fan von Tegel gewesen“, sagte der CSU-Politiker der „Berliner Morgenpost“. „Berlin sollte noch mal überlegen, Tegel offen zu halten – und als zweites Terminal des BER zu nutzen.“ BER ist der noch immer nicht fertige Hauptstadtflughafen.

Der Luftverkehr nehme zu, meinte Scheuer in dem Interview. Zudem sollte das Ergebnis des Volksentscheids für Tegel den politisch Verantwortlichen zu denken geben.

Senatssprecherin Claudia Sünder entgegnete auf Anfrage: „Herr Scheuer setzt die – vermutlich bayrische – Tradition seines CSU-Amtsvorgängers Dobrindt fort, indem er eine persönliche Meinung zum BER äußert.“ Persönliche Meinungen oder Debattenbeiträge kommentiere der Berliner Senat nicht.

Bei dem – rechtlich nicht verbindlichen – Volksentscheid im September 2017 hatten 56,4 Prozent der Wähler dafür gestimmt, den alten Flughafen auch nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER weiter zu betreiben. Sie stellten sich damit gegen die bisherigen Festlegungen der drei Flughafengesellschafter – Berlin, Brandenburg und Bund –, wonach Tegel spätestens sechs Monate nach der BER-Eröffnung schließen wird. Der Berliner Senat will den Volksentscheid nicht umsetzen.

Der neue Hauptstadtflughafen soll nach dem neuesten Zeitplan 2020 an den Start gehen – mit dann neun Jahren Verspätung. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme ließen zahlreiche Eröffnungstermine platzen. Inzwischen zeichnen sich für den Neubau auch schon Kapazitätshemmnisse am Horizont ab. Auch das gilt als Argument für Tegel.

Den immer noch unvollendeten BER empfindet Scheuer als Ärgernis. „Die ganze Welt lacht über diese Baustelle in unserer Hauptstadt, und ich mag es nicht, wenn Deutschland ausgelacht wird“, sagte er. „Aber ich kann eigentlich auch nur den Kopf schütteln.“ Er werde sich mit den Verantwortlichen intensiv mit dem Zeitplan beschäftigen, kündigte er an. Er wolle „das Thema hart anpacken“.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.