BERLIN - Trotz des überraschend starken Wirtschaftswachstums im ersten Quartal rechnen das deutsche Handwerk, die Bundesregierung und die Bundesbank im laufenden Jahr mit einer schwächeren wirtschaftlichen Dynamik.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erwartet für 2008 ein reales Umsatzminus. Zwar sei gegenüber dem Vorjahr mit einem Umsatzwachstum von 1,0 Prozent zu rechnen. „Real bedeutet dies aber wieder ein leichtes Minus“, sagte ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer unter Berufung auf eine Konjunkturumfrage bei bundesweit rund 25 000 Handwerksbetrieben. Grund sei die ausbleibende Belebung des privaten Konsums.
Das Bundeswirtschaftsministerium verwies vor allem auf eine schwächere Frühjahrsbelebung und höhere Preise für Verbrauchsgüter als Grund für die Entwicklung. Die Bundesbank nennt in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht die Finanzmarktkrise, den starken Euro und den hohen Ölpreis als Bremse für die Exportzahlen und das Wachstumstempo.
