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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bei Aldi Nord geht der Chef

08.09.2018

Berlin Aldi kennt jeder, die Aldi-Chefs kaum jemand. Denn die sprichwörtliche Verschwiegenheit des Aldi-Clans gilt auch für die Führungsspitze des Discounters. Doch bei Aldi-Nord kann die Öffentlichkeit in dieser Woche ungewohnt tiefe Einblicke nehmen. Der Grund: Aldi-Nord-Chef Marc Heußinger hat das Unternehmen gut vier Jahre vor Ablauf seines Vertrages Knall auf Fall verlassen.

Der 52-Jährige habe „darum gebeten, ihn von seiner Funktion und seinen Aufgaben zu entbinden“, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Bis auf Weiteres hat Heußingers Stellvertreter Torsten Hufnagel (45) die Gesamtverantwortung im Verwaltungsrat übernommen. „Damit ist die Unternehmensgruppe voll handlungsfähig“, betonte der Discounter.

Heußinger hatte den Chefsessel bei Aldi Nord 2011 übernommen. Es war eine schwierige Zeit für den Discounter. Denn der Billiganbieter drohte damals den Anschluss an die Schwester Aldi Süd und den Konkurrenten Lidl zu verlieren. So kam es in seiner Amtszeit zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung. Mehr frische Produkte, mehr Markenartikel und hübschere Läden sollten neuen Schwung geben. Zurzeit investiert der Billiganbieter im Zuge des Projekts Aniko (Aldi Nord Instore Konzept), dem größten Investitionsvorhaben der Firmengeschichte, mehr als fünf Milliarden Euro in die Modernisierung der Filialen.

Doch gerade um dieses Projekt soll es zuletzt Auseinandersetzungen innerhalb der Führungsspitze gegeben haben. Wie dpa erfuhr, wurde Heußinger innerhalb des Unternehmens und von den Eigentümerfamilien vorgeworfen, er setze das vor einem Jahr beschlossene Modernisierungsprogramm nicht schnell genug um. Außerdem seien die Wachstumsraten hinter den Erwartungen.

Heußinger seinerseits soll sich beklagt haben, dass seine Entscheidungen immer wieder angezweifelt worden seien und er bei der Umsetzung behindert worden sei. Ein Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

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