BERLIN - Wenn am 21. Januar die Grüne Woche beginnt, präsentieren auch 13 Firmen aus dem Nordwesten ihre Produkte in Berlin. Sie gehören zu den insgesamt 1500 Ausstellern, die sich bei der weltgrößten Schau für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau bis zum 30. Januar auf dem Messegelände in der Hauptstadt präsentieren.
Die Zahl der Aussteller aus dem Oldenburger Land und aus Ostfriesland ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken: 2010 lag sie bei 16. Damit setzt sich der rückläufige Trend fort: 2009 waren es noch 20, 2008 sogar 40 Firmen aus dem Nordwesten.
Zuwachs verzeichnet dagegen die Niedersachsenhalle 5.2a: 60 Aussteller zeigen hier ihre Produkte und Dienstleistungen; das sind zehn mehr als im vergangenen Jahr. „Die Schwerpunkte liegen auf Ernährung und Tourismus“, berichtet Peter Wachter, Sprecher der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft.
Zum 39. Mal nehmen die Niedersachsen mit dieser eigenen Länderhalle an der Grünen Woche teil. Zum ersten Mal sind „Kulinarische Botschafter“ bei der Messe. Dabei handelt es sich um Lebensmittel aus dem ganzen Bundesland, die in einem Wettbewerb ausgezeichnet wurden. Dazu gehört zum Beispiel „Mudder Almas Hühnersuppe“ von Frischgeflügel Claus aus Westerstede. Zudem solle die Niedersachsenhalle als „Schaufenster für potenzielle Touristen“ dienen, sagt Wachter. In der Länderhalle Deutschland hat Niedersachsen außerdem einen gemeinsamen Messestand mit Bremen.
Die Mehrheit der Firmen aus dem Nordwesten stammt aus der Ernährungsbranche: Etwa ist die Delmenhorster Landbrotbäckerei Kasing ebenso dabei wie die Edewechter Firma Karl Hobbie, die Schinken und Wurst produziert. Daneben sind unter anderem in den Bereichen Energie (EWE/Oldenburg, Leda-Werk/Leer) und Reinigung (Englings Putz- und Polierstein/Uplengen, Multi-Star Gurol-Etzbach/Wiesmoor, Zielinsky Universal-Stein/Uplengen) Unternehmen aus der Region vertreten.
Der Verbund Oldenburger Münsterland unterhält dagegen keinen Messestand. Dafür lädt er für den 27. Januar zu einem „Landesfrühstück“ in der niedersächsischen Landesvertretung ein. „2012 könnten wir unsere Präsenz aber ausweiten. Die Grüne Woche ist nach wie vor von großer Bedeutung“, sagt Astrid Dahmen vom Verbund Oldenburger Münsterland. Ähnlich äußert sich Peter Wachter von der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft: „Die Grüne Woche ist ein wichtiger Treffpunkt für Entscheidungsträger.“
