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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mobilität: Autoindustrie zu Kurswechsel aufgefordert

17.04.2018

Berlin Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat der Autoindustrie Fehler vorgeworfen und die Branche zu einem Kurswechsel aufgefordert. Die Konzerne müssten ihr „Fehlverhalten ausbügeln und ihre Geschäftsmodelle an die ökologische und digitale Zukunft anpassen“, sagte Altmaier der „Bild“-Zeitung. „Auch die Elektro-Autos der Zukunft müssen hier gebaut werden, da haben die Auto-Konzerne unverständlich lange gezögert.“

Um den Anschluss an internationale Konkurrenz nicht zu verpassen, müssten die Konzerne auf diesem Sektor hohe zweistellige Milliardenbeträge investieren. Konkret forderte Altmaier von den deutschen Autobauern: „Erstens: Bringt ein Modell auf den Markt, das mindestens die Reichweite eines Tesla hat und gleichzeitig weniger kostet. Zweitens: Schafft eine IT-Plattform für selbstfahrende Autos, die die beste weltweit ist. Die ersten sicher selbstfahrenden Autos müssen mit deutscher Technologie fahren – und drittens: Entwickelt gemeinsame Lösungen, um eine europäische Batteriezellfertigung auf die Beine zu stellen.“

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Für den Aufbau einer Batteriezellen-Fertigung in Europa will Altmaier bis zur Sommerpause „erkennbare Fortschritte“ erzielen. Die EU brauche „dringend“ eine eigene Produktion, und dies in mehreren Mitgliedstaaten, sagte Altmaier.     Die Elektromobilität in Deutschland kommt immer noch nicht spürbar voran. Zwar steigen die Neuzulassungen, aber auf einem sehr geringen Niveau. Bis 2040 könnte der Anteil der Autos mit alternativen Antrieben auf Deutschlands Straßen nach Einschätzung des Energiekonzerns Exxon Mobil auf mehr als ein Drittel am Bestand wachsen. Rund 20 Prozent könnten dann reine Elektroautos sein, knapp zwei Drittel würden aber noch von Verbrennungsmotoren angetrieben, ergab die am Montag veröffentlichte Exxon Mobil-Energieprognose.    Den deutschen Herstellern ist schon häufig vorgeworfen worden, bei der E-Mobilität zu langsam zu sein, sie haben vor allem auf den Diesel gesetzt. Dessen Image aber ist wegen des Abgas-Skandals am Boden. Zudem drohen Fahrverbote, weil Grenzwerte überschritten werden.

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