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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bald alles besser bei der Bahn?

18.01.2019

Berlin Die Deutsche Bahn will mit einem Maßnahmenpaket aus der Krise und die Pünktlichkeit der Züge erhöhen. Verkehrsminister An­dreas Scheuer (CSU) sprach am Donnerstag nach einem erneuten Treffen mit der Bahn-Spitze von einem „guten Schritt“. Allerdings gehören zu dem Paket im wesentlichen Maßnahmen, die bereits bekannt sind. Zentrale Fragen bleiben offen. Dabei geht es vor allem darum, wie viele Milliarden mehr der Bund der hoch verschuldeten Bahn zur Verfügung stellt, damit der Konzern in die Modernisierung der Flotte und das Netz investieren kann. Die Bahn legte einen Fünf-Punkte-Plan vor, um Schritt für Schritt besser zu werden. Vorstandschef Richard Lutz sagte, es gehe um konkrete Verbesserungen für die Kunden bereits in den kommenden Monaten.

Wegen Staus auf dem Schienennetz, Baustellen und Mängeln bei den Fahrzeugen war 2018 im Jahresdurchschnitt jeder vierte Fernzug der Deutschen Bahn zu spät. Der bundeseigene Konzern kündigte an, dass sich die Pünktlichkeit im Fernverkehr in diesem Jahr auf 76,5 Prozent erhöhen soll. Auch Scheuer dämpfte zu hohe Erwartungen. Die Pünktlichkeit der Züge könne nicht so schnell von 75 auf 95 Prozent gesteigert werden, weil es Kapazitätsengpässe gebe.

Bei einem Treffen am Dienstag mit der Bahn-Führung und Verkehrspolitikern der Koalition hatte Scheuer als Ziel ausgegeben, dass es für Bahnkunden im ersten Halbjahr spürbare Verbesserungen bei der Pünktlichkeit und beim Service geben soll. Der Vorstand hatte bereits eine „Agenda für eine bessere Bahn“ mit Dutzenden Einzelmaßnahmen vorgelegt.

Sie finden sich in dem nun vorgelegten Paket wieder. Dabei geht es etwa um ein besseres Baustellenmanagement. Störungen an Zügen sollen schneller behoben, die Wartungsintervalle kürzer werden. Die Bahn konkretisierte außerdem Pläne für neues Personal. In diesem Jahr sollen demnach voraussichtlich rund 22 000 neue Mitarbeiter in Deutschland eingestellt werden – vor allem Lokführer, Fahrdienstleiter und Instandhalter. Außerdem sollen fünf Prozent mehr ICE-Züge, täglich mindestens 225, einsatzbereit sein.

Gemeinsam mit dem Bund sind 2019 Investitionen ins Netz von 10,7 Milliarden Euro geplant, das seien 1,3 Mrd. mehr als 2018. Bahnkunden sollen in den Bahnhöfen besser informiert werden, etwa über Gleiswechsel. Rund 80 Bahnhöfe sollen in den kommenden Monaten mit neuen Anzeigen, Monitoren und Tafeln ausgerüstet werden. Der Konzern will auch Engpässe auf besonders stark befahrenen Strecken verringern. Die Bahn ist hoch verschuldet und braucht zusätzliche Milliarden, etwa für die Modernisierung der Flotte und des Netzes. Es gibt Überlegungen, die profitable Auslandstochter DB Arriva zu verkaufen, um Geld für Züge und Gleisnetz zu bekommen. Dies ist aber auch in der schwarz-roten Koalition umstritten. Der Bund sitzt als Eigentümer auch mit Vertretern im Aufsichtsrat und kontrolliert somit das Management. Kritik an der Bahn kam auch vom Bundesrechnungshof. Die Kontrollbehörde warf dem Bund schwere Versäumnisse bei der strukturellen Ausrichtung der Bahn vor. Es müsse geklärt werden, ob die Eisenbahn des Bundes vorrangig gewinnorientiert oder dem Gemeinwohl verpflichtet sein soll.

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