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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Coronavirus: Hilfe muss schnell kommen

19.03.2020

Berlin /Oldenburg Der Kampf gegen die Folgen des Coronavirus wird zunehmend auch zu einem Kampf gegen die Zeit. Zahlreiche Branchenverbände drängten am Mittwoch auf zügige Lösungen, um den bedrängten Unternehmen zu helfen.

Beispiel: Im deutschen Einzelhandel droht nach Ansicht des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wegen der im Zuge der Coronavirus-Krise angeordneten Ladenschließungen eine Insolvenzwelle. „Durch massive Umsatzausfälle werden Tausende selbstständige Unternehmen und Millionen von Arbeitsplätzen vernichtet“, warnte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Gefordert wird rasche Unterstützung: „Sofort und unbürokratisch“ staatliche Hilfen in Form von direkten Zahlungen und KfW-Bürgschaften ohne Eigenbeteiligungen. „Die Finanzbehörden und die Sozialversicherungsträger müssen die im März und April fälligen Zahlungen umgehend stunden“, verlangte der HDE-Chef. Steuervorauszahlungen müssten zinslos gestundet und direkte Sofortzahlungen für bedrohte Handelsunternehmen ausgezahlt werden.

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Hilferufe kamen aus diversen Branchen. Dazu zählte auch das regionale Handwerk: „Handwerksbetriebe funken SOS“, hieß es am Mittwoch bei der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg. Finanzhilfen seien „dringend nötig“. Vor allem bei Kleinbetrieben und denen, die erst in den vergangenen Jahren gegründet worden seien, gehe es um die Existenz. „Sie wissen nicht, wie sie die laufenden Kosten decken sollen“, klagte HWK-Präsident Eckard Stein. Zusammen mit den Kreishandwerkerschaften und Innungen mahnte man: Wenn kein gesundes Unternehmen wegen Corona in Insolvenz gehen und kein Arbeitsplatz verloren gehen solle, gelinge dies nur, „wenn jetzt rasch Gelder fließen“.

Unterdessen gilt: Arbeitnehmer in Deutschland sollen bei Kurzarbeit oder dauerhafter häuslicher Kinderbetreuung in der Coronakrise vor großen Lohneinbußen geschützt werden. Das sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nach einem Treffen mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und den Sozialpartnern am Mittwoch in Berlin.

Voraussichtlich am kommenden Montag werde das Bundeskabinett ein Gesetz beschließen, das bei Schul- und Kitaschließungen den Arbeitgebern gestatte, Lohnfortzahlungen ausweiten zu können. Die Firmen sollen sich das Geld dann vom Staat zurückholen können, wie Heil sagte. Geplant sei ein gestuftes Verfahren über einen begrenzten Zeitraum, sodass die Löhne nicht absacken. Es gehe um Kinder unter zwölf Jahren. Weitere Details nannte Heil noch nicht.

Auch beim Kurzarbeitergeld sollen Lohnlücken abgefedert werden. Dazu böten sich tarifvertragliche Regelungen an, sagte der DGB-Chef Reiner Hoffmann. Es gehe darum, das Kurzarbeitergeld aufzustocken und Einkommenslücken zu minimieren.

Unterdessen erwarten Experten für 2020 einen tiefen Konjunktureinbruch. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) geht von einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung um vier bis fünf Prozent aus. Ab dem dritten Quartal 2020 könnte sich die Konjunktur nach heutiger Einschätzung allmählich wieder erholen, sagte Stefan Schneider, Deutschland-Chefökonom der Deutschen Bank.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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