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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Diese Zukunftsaussichten hat der Nordwesten

06.04.2019

Berlin /Oldenburg /Emden Bevölkerungsforscher pro­gnostizieren bis 2035 eine wachsende Kluft zwischen den Regionen – sowohl bundesweit als auch in Niedersachsen. Wie das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung am Freitag mitteilte, landet Niedersachsen bei einer Studie zur wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung in der Rangliste der Bundesländer auf Platz sechs, Bremen auf Rang 13.

Innerhalb Niedersachsens gibt es indes große Unterschiede. So befinden sich der Studie zufolge Wilhelmshaven (Gesamtnote 4,37), Lüchow-Dannenberg (4,35), Emden (4,32) und Holzminden (4,29) unter den bundesweit 20 Kreisen und kreisfreien Städten mit den schlechtesten Zukunftsaussichten. Gute Perspektiven bescheinigen die Experten dagegen Wolfsburg, Harburg und Braunschweig. Der Kreis Vechta (3,07) belegt niedersachsenweit Rang vier.

Ansonsten ist im Weser-Ems-Gebiet ein Nord-Süd-Gefälle erkennbar. So sind die Zukunftsaussichten laut der Studie in der Stadt Osnabrück (Gesamtnote: 3,19), dem Landkreis Osnabrück (3,21), dem Landkreis Oldenburg (3,24), dem Emsland (3,25), den Kreisen Cloppenburg (3,33) und Ammerland (3,35) und der Stadt Oldenburg 3,35) vergleichsweise gut. In den Küstenregionen verschlechtern sich dagegen die Perspektiven. Liegt der Kreis Friesland mit der Gesamtnote 3,66 noch im Mittelfeld, sind die Zukunftsaussichten der Landkreise Leer (3,92), Wesermarsch (3,99), Wittmund (4,11) und Aurich (4,13) der Studie zufolge eher unterdurchschnittlich.

Um die „Zukunftsfähigkeit“ der Regionen vergleichbar zu bewerten, hat das Berlin-Institut 21 Indikatoren aus den Bereichen Demografie, Wirtschaft, Bildung und Familienfreundlichkeit ausgewählt. „Die Politik wünscht sich zwar eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, doch die Realität zeigt, dass wir es eher mit einer Vielfalt der Lebensbedingungen zu tun haben“, sagt Mitautor Rainer Klingholz. Dies zeige sich auch in den Gesamtnoten, die von 2,32 für München bis 4,71 für Gelsenkirchen reichen.

Sehen Sie hier die Ergebnisse im Detail (Download)

Die Bevölkerung etwa wird bundesweit dank der Zuwanderung und eines kleinen Babybooms in den nächsten Jahren nicht schrumpfen, sondern stabil bleiben. Die regionalen Unterschiede verschärfen sich aber nach der Studie. Ein spürbares Bevölkerungswachstum gibt es in Niedersachsen demnach bis 2035 etwa in den Kreisen Vechta und Cloppenburg sowie den Städten Oldenburg, Osnabrück und Braunschweig. Dagegen dürfte die Bevölkerungszahl vor allem im Harz, im Raum Lüchow-Dannenberg und Wilhelmshaven deutlich sinken.

Bundesweit ist laut Klingholz auffällig, dass sich eine Zerrissenheit bei Wirtschaftskraft und Demografie nicht mehr vorrangig in einem markanten Ost-West-Gefälle zeigt. Vielmehr entwickele sich neben einer Nord-Süd-Drift ein starker Gegensatz zwischen Stadt und Land.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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