Berlin/Oldenburg - Die Abbrecherquote in der Berufsausbildung ist so hoch wie seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Mehr als jeder vierte Auszubildende schmeiße seine Lehre hin, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf den Entwurf für den Berufsbildungsbericht 2018. Dem Entwurf zufolge seien 2016 gut 146 000 Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst worden, das entspricht einem Anteil von 25,8 Prozent.

Noch über diesem Bundesschnitt liegt die Abbrecherquote im Gebiet der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK). 2017 wurden hier 1404 Ausbildungsverträge gelöst, das sind 26,6 Prozent. Dieser Anteil ist über die vorangegangenen Jahre nahezu konstant, teilte die IHK mit. Hohe Abbruchquoten gab es im Oldenburger Land etwa bei Köchen (59,3 Prozent), bei Berufskraftfahrern (42,6) oder Restaurantfachleuten (67,8). Ganz anders sah es bei Industriekaufleuten (9,1 Prozent), Industriemechanikern (9,8) oder Bankkaufleuten (11,2) aus.

Bundesweit gab es den höchsten Anteil an Abbrechern bei angehenden Sicherheits-Fachkräften (50,6 Prozent), am niedrigsten mit 4,1 Prozent bei Azubis, die Fachangestellte in der Verwaltung werden wollen.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin