BERLIN/OLDENBURG - In Berlin wurde gestern der Verein „Safetrans“ gegründet. Die Beteiligten sehen in der Kooperation keine Konkurrenzprobleme.
Von Olaf reichert,
Redaktion Berlin
BERLIN/OLDENBURG - Die Zukunft der Sicherheitstechnik im Verkehr wird ab sofort in Oldenburg geschrieben. In dem hier ansässigen Verein „Safetrans“, einem Gemeinschaftsunternehmen von Industrie und Universität Oldenburg, haben sich gestern in Berlin Weltunternehmen wie Airbus, Daimler-Chrysler, Siemens, Bosch, Continental und andere mit Forschern aus dem Nordwesten zusammengeschlossen, um gemeinsam Forschung und Entwicklung zu betreiben.Seine Existenz verdankt „Safetrans“ dem Oldenburger Informatik-Professor Werner Damm. Der Leiter des Forschungszentrums für Sicherheitskritische Systeme (SES) unterhält seit rund 15 Jahren intensive Kontakte zur Automobil- und Luftfahrtindustrie. Vor drei Jahren trat er mit seiner Idee gemeinsamer Forschungsbemühungen an die Industrie heran. Am Freitag folgte die offizielle Vereinsgründung mit anschließendem Festakt in der Niedersächsischen Landesvertretung in der Bundeshauptstadt.
Die Verkehrsdichte in der Luft, auf den Straßen und auf der Schiene werde immer mehr zunehmen, erwartet Henning Butz, Leiter der Abteilung für Informationssysteme bei Airbus. „Aber der Sicherheitsstandard darf darunter nicht leiden.“ Der Weg dazu liege in einer immer stärkeren Automatisierung, aber damit stiegen auch die Kosten. „Deshalb wollen wir mit anderen Branchen kooperieren“, so Butz. Nach Ansicht von Klaus Grimm von Daimler-Chrysler entstehen keine Konkurrenzprobleme. „Wir bewegen uns im Bereich des Vor-Wettbewerbs. Allein können wir die Herausforderungen der Zukunft nicht stemmen.“
„Safetrans“-Initiator und -Vorstandschef Werner Damm stellt klar: „Wir wollen die europäische und damit die deutsche Vormachtstellung gegenüber Amerika und Asien festigen.“ Dazu will sich Safetrans auf eine möglichst breite Basis stellen.
