BERLIN - Eine Zeitschrift, 160 000 komplett unterschiedliche Titelseiten – so ist jetzt die aktuelle Ausgabe des Politikmagazins „Cicero“ erschienen. Jeder Hefttitel zeigt ein anderes Foto, somit erhält jeder Leser ein ganz individuelles und einmaliges Exemplar der Zeitschrift. Damit setzt das Magazin aus dem Ringier Verlag das Thema „Bilder des Jahres“ auf eine Weise um, die es so noch nie gegeben hat.
Für die Ausgabe stellte die Nachrichtenagentur Reuters ihr gesamtes Bildarchiv aus 2007 zur Verfügung. Knapp 50 Millionen Bilder wurden auf dem Hintergrund der Titelseiten platziert, 160 000 Titelseiten und 160 000 unterschiedliche Heftrückseiten mit verschiedenen Anzeigenmotiven des Automobilherstellers BMW gedruckt. Diese Unikate sind einzeln nummeriert.
Möglich machte dieses weltweit einzigartige Projekt nicht zuletzt der Oldenburger Foto-Dienstleister CeWe Color. Die Auflage sei im Dreischichtbetrieb neben dem bereits hohen Auftragsvolumen im Vorweihnachtsgeschäft produziert worden, berichtet CeWe-Color-Geschäftsführer Dr. Michael Fries. „Der Einsatz der Mitarbeiter hat sich gelohnt: Zahlreiche Verlage und Werbeagenturen haben sich bereits gemeldet, um ähnliche Projekte mit uns zu realisieren“, freut er sich. Mit Stolz verweist Fries auf die „weltweit einzigartige
CeWe-Fotobuch-Software“, die diese „neue Dimension des Digitaldrucks“ möglich gemacht habe.
Über 20 000 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Medien und Marketing haben ein „Cicero“-Exemplar zugestellt bekommen. Knapp 11 000 davon sind mit dem eigenen Bild auf der Titelseite ausgestattet – damit wird die Idee der Individualisierung des Magazins auf die Spitze getrieben. Leser haben zudem die Möglichkeit, eines von auf 500 Exemplare limitierten Unikaten zu bestellen, das ihr ganz persönliches Cover-Foto zeigt.
„Was uns faszinierte, ist der Gegensatz zwischen der Infoflut an Bildern und dem einzelnen, in einem Foto beeindruckend festgehaltenen Augenblick“, so Martin Paff, Geschäftsführer von Ringier Publishing GmbH. „Letztendlich haben wir etwas geschaffen, das es so noch nicht gegeben hat. Cicero zeigt damit auch, wie aufregend Print in unserer elektronisch geprägten Zeit sein kann.“
