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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Verbraucherschützer klagen gegen VW

13.09.2018

Berlin /Wolfsburg Vom Dieselskandal betroffene VW-Besitzer können sich ab November einer Verbraucherklage anschließen und damit möglicherweise einen Anspruch auf Schadenersatz sichern. Rund drei Jahre nach dem Bekanntwerden des Skandals um manipulierte Dieselmotoren kündigten der Bundesverband der Verbraucherzentralen und der ADAC am Mittwoch in Berlin eine Musterfeststellungsklage an.

Deren Ziel sei es, gerichtlich festzustellen, dass der Autobauer „mit Software-Manipulationen Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt“ habe. Verbraucher könnten dann von einem Vergleich mit VW profitieren oder ihren Anspruch auf Schadenersatz leichter durchsetzen.

Beteiligen können sich demnach kostenlos alle, die ab dem November 2008 einen Diesel der Marken Volkswagen, Audi, Skoda oder Seat mit Motoren des Typs EA 189 gekauft haben, für die es einen Rückruf gab. Eine Vormerkung ist online auf der Homepage „www.musterfeststellungsklagen.de“ möglich, ab November ist dann der Eintrag in ein Klageregister erforderlich. Der Verbraucherzen­trale Bundesverband (vzbv) will die Klage am 1. November am Oberlandesgericht Braunschweig einreichen – dann tritt das Gesetz in Kraft, das die neue „Einer-für-alle-Klage“ ermöglicht. Der ADAC klagt nicht selbst, unterstützt den vzbv aber.

Tausende VW-Fahrer haben wegen der Manipulationen an Dieselmotoren, die 2015 in den USA bekannt wurden, bereits auf eigene Faust geklagt. Die Musterfeststellungsklage sei nun auch „für diejenigen interessant, die keine Rechtsschutzversicherung haben oder denen die bisherigen Möglichkeiten zu kompliziert waren“, sagte vzbv-Vorstand Klaus Müller. Wer sich von November bis zum 31. Dezember anschließe, könne auch sicher sein, dass sein möglicher Anspruch nicht verjähre.

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