BERNE - Genau das richtige Wetter, um in Weihnachtsstimmung zu kommen, herrschte auf dem Berner Breithof am Sonnabendnachmittag.

Bäume und Sträucher waren mit einer wunderschönen Raureifschicht dekoriert und der heiße Glühwein schmeckte den zahlreichen Besuchern bei den eisigen Temperaturen besonders gut. Überall hatten die Veranstalter Feuertonnen aufgestellt, die neben der stimmungsvollen Beleuchtung Gelegenheit zum Wärmen boten.

Schon am Nachmittag drängten sich große und kleine Besucher zwischen den Ständen und Zelten auf dem Platz vor dem Rathaus. Kerzen, Schmuck, Filzarbeiten oder Gestecke waren im Angebot. Edeltraut Wyludda bot in ihrer kleinen Holzbude Wolle, Socken und Krollkuchen an. Vier Paar Socken, Leggings und eine Strumpfhose unter der Hose trug sie, um sich warm zu halten. Sonja Grube was das erste Mal dabei. Als Hobby fertigt sie seit Jahren Dekofiguren aus Holz. Das sprach sich in ihrem Bekanntenkreis herum. Jeder wollte gerne eine der lustigen, wetterfesten, bis zu einem Meter hohen Aufsteller haben. Mindestens fünf Stunden benötigt sie für eine Figur. Ihr Bruder hilft gerne mit Tipps und Werkzeugen aus. Gesägt, geschliffen und gepinselt hat die Bernerin aber allein. Neben Weihnachts- und Schneemännern hatte sie auch Katzen, Schweine oder Hasen im Angebot.

Für die ganz Kleinen gab es ein Karussell. Der dreijährige Henri nutzte die Gelegenheit für einige Runden auf der Giraffe. Ein großer Erfolg war die Tombola des Gewerbe- und Tourismusvereins mit vielen Preisen. Nach kurzer Zeit war sie ausverkauft. Zur Stärkung gab es Räucherfisch, Bratwurst, Spanferkel oder Kuchen.

Den ganzen Tag musizierten die Schüler der Musikschule Strings für die Besucher. Der Höhepunkt für die Jüngsten war aber gewiss der Weihnachtsmann, der mit seinem Engel gegen 18 Uhr mit einer Pferdekutsche anreiste. Durch dichtes Gedränge musste sich das Gespann seinen Weg bahnen. Jedes Kind bekam ein Geschenk, bevor sich das himmlische Gespann wieder davonmachte und der Markt rund eine Stunde später sein Ende fand.