BERNE - „Brauchen Sie noch Äpfel?“ Ja, Äpfel können Hedwig Stracke-Berkhout und das Team der „Berner Tafel“ noch gut gebrauchen. Also wird das Obst ausgeladen und in den Raum der „Tafel“ in der Jugendhilfestation des CVJM-Sozialwerks am Breithof getragen. Auch ein paar Gläser Marmelade hat die hilfsbereite Bernerin mitgebracht.
Immer donnerstags von 10 bis 10.45 Uhr ist die „Berner Tafel“ geöffnet. „Dann können sich arme Menschen bei uns mit Lebensmitteln versorgen“, sagt Stracke-Berkhout. Zwei Jahre lang habe die Arbeitsgruppe „Berner Tafel“ des Präventionsrates für das Projekt gekämpft. „Jetzt ist es endlich Wirklichkeit geworden“, freut sich Stracke-Berkhout. Besonders freut sie die große Hilfsbereitschaft der Berner. Zurzeit sind es 18 Frauen und Männer, die bei der Ausgabe von Lebensmitteln – sie werden größtenteils von der „Delmenhorster Tafel“ angeliefert – mithelfen. Ehrenamtlich, versteht sich.
Ihre Kunden sind bedürftige Frauen, Männer und Familien, deren Pro-Kopf-Einkommen weniger als 677 Euro im Monat beträgt. 40 Erwachsene und 24 Kinder nutzen das Angebot der „Tafel“. Wichtig: „Berner können auch die Ausgabestelle der ,Tafel‘ in Hude nutzen“, so Stracke-Berkhout. Auch Bürger aus Elsfleth oder Lemwerder seien in Berne willkommen. Stracke-Berkhout hofft, dass sich die Ausgabe zu einer Begegnungsstätte entwickelt: „Hier können Kontakte geknüpft und neue Wege aufgezeigt werden.“
Wunschlos glücklich ist AG „Berner Tafel“ aber noch nicht: „Am liebsten hätten wir eine eigene Ausgabestelle“, meint Thomas Röhreke, Vorsitzender des Präventionsrates. Gesucht wird ein circa 50 Quadratmeter großer Raum sowie ein daneben liegender kleinerer Raum, der als Lager dienen kann. Über Hilfe aus Berne würde sich die AG sehr freuen. „Gut wäre eine Ausgabe, die möglichst zentral liegt“, ergänzte Bürgermeister Bernd Bremermann, der das Projekt nach Kräften unterstützt.
Informationen zur „Berner Tafel“ gibt es unter 04406/941325.
