BERNE/BOOKHOLZBERG - Auch wenn es letztlich alles Traktoren waren, die am Pfingstwochenende ihre Stärke auf einer Wiese nördlich von Bookholzberg beweisen mussten: Einen deutlichen Unterschied gab es zwischen Sonnabend und Sonntag, einen hörbaren.
Während am Sonnabend das gemächliche „Töff-Töff“ der zumeist betagteren Serientraktoren beim Versuch erklang, den Bremswagen möglichst über die gesamte Bahn zu ziehen, war das Röhren Sonntag deutlich sonorer.
Da gehörte die 80 Meter lange Bahn (nach 60 Metern war der so genannte Full Pull geschafft, der zum Einzug in die nächste Runde mit schwererem Bremswagen führte) den „Profis“, aufgemotzte Kleintraktoren in vier Klassen. Bis zu zehnmal so viel Leistung wie die maximal 30-PS-Oldies: Während die Fahrzeuge der Standardklasse mit einem Startgewicht von bis zu 350 Kilogramm sowie die bis 500 Kilo noch recht viel mit einem normalen Gartentraktor gemein haben, ist in der freien Klasse bis 500 Kilogramm fast alles erlaubt, nur keine Aufladung.
Richtig Lärm machen und ordentlich Kraft haben vor allem aber die Compact-Diesel. Bis zu 2,5 Liter Hubraum dürfen die Motoren haben und auch eine Turboaufladung. Besonders beim Start hüllte da so manch schwarze Qualmwolke die Zuschauer ein. Dem Spaß an der Strecke tat das keinen Abbruch. „Total krass“ brachte es Tobias (13) aus Lemwerder auf den Punkt. Und auch Sandra Grimm (42) aus Oldenburg konnte eine gewisse Begeisterung nicht leugnen: „Das gucke ich mir bestimmt noch mal an.“ Insgesamt kamen mehrere Hundert Zuschauer, was Mitorganisator Dietmar Meyer zufrieden stellte. Das „Team Mellie“ konnte seinen Heimvorteil bei den Läufen um die Deutsche Meisterschaft nicht nutzen: Marcel Bruns wurde mit der „Big Mellie“ Dritter, Melanie Meyer Neunte.
