BERNE - „Radieschen“, heißt die ehemalige Arbeitsgruppe (AG) „Lebensmittelausgabe“ des Berner Präventionsrates, die seit Donnerstag Heimat bei der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) gefunden hat. Bereits seit August 2007 geben 16 ehrenamtliche Mitarbeiter einmal in der Woche Lebensmittel für Bedürftige aus. Begonnen hat alles mit einer Initiative von Antje Stahnke und Hedwig Stracke-Berkhout, um Kindern und Schülern ein ausgiebiges Frühstück zu ermöglichen.
„Aus einem zarten Pflänzchen ist eine beachtliche Pflanze geworden“, sagte Thomas Röhrecke bei der feierlichen Zusammenführung in der Ausgabestelle „Am Breithof“. Symbolisch übergab er Diether Liedtke, Vorsitzender des JUH-Ortsverbandes Berne, ein Radieschen aus seinem Garten und verwies auf die Verantwortung, die dem Verband damit übertragen wird. „Wir werden uns sputen, damit wir immer volle Regale haben“, so Liedtke. Er betonte, dass der Mensch, dem es schlechter geht als dem Durchschnitt, immer im Mittelpunkt stehe.
Röhrecke hob hervor, dass die „soziale Dauereinrichtung“ ohne die Begründer, die Ehrenamtlichen und die Delmenhorster Tafel, die die AG über Jahre unterstützt hat, nicht geben würde.
Die AG genießt nun eine vollständige Zugehörigkeit zu einem gemeinnützigen Verein. Die JUH wächst um eine selbstständig agierende Gruppe, die sich der Umsetzung des „Tafelgedankens“ verschrieben hat. „Wöchentlich kommen etwa 100 Bedürftige aus Elsfleth, Berne und Lemwerder zu uns“, erklärte die erste Vorsitzende der AG, Bianka Rittel. Umso wichtiger sei es, dass das „Radieschen“ regelmäßig Spenden erhält, um weiterhin frisches Gemüse, Brot und andere Grundnahrungsmittel jeden Donnerstag von 10 bis 11 Uhr verteilen zu können.
Bis Ende des Jahres steht der AG das Gebäude „Am Breithof“ zur Verfügung Dann muss ein neues zentrumsnahes Quartier her. Ideen nimmt JUH-Bereichsleiter Alexander Jüptner unter 0421/257311 entgegen.
