BERNE - Fertig mit der Schule und was dann? Fragen zur Berufsfindung und Berufsorientierung standen am Mittwoch beim Berufsinformationsabend im Schulzentrum, veranstaltet von Jobstream (BEA) und Schulzentrum, im Mittelpunkt.
Die BEA-Mitarbeiter Beate Protsch und Ralph Obalski hatten bereits im Vorfeld in den Abschlussklassen über Berufsausbildung informiert. „Es muss ein Ruck durch die Schüler, aber auch durch die Elternschaft gehen. Insbesondere in den Abschlussklassen hat man noch nicht verstanden, was nach der Schule kommt“, sagte Schulzentrumsleiter Karl-Heinz Pauly-Erythropel zur Begrüßung.
Die Firmen Aljo, Fassmer Werft, Fischer & Plath, LIT (Logistik-Information-Transport) und Omni-Pac sowie das Berufsbildungszentrum Wesermarsch informierten an Informationsständen über Berufsangebote sowie über die Ausbildung in den einzelnen Berufssparten. Außerdem informierten Ulf Jonuscheit (Aljo), Volker Karstaedt (Fassmer), Ralf Mertens (Fischer & Plath), Michael Stickan (LIT), Rainer Miehe (Omni-Pac) sowie Inge Warns (BBZ) über ihre Betriebe bzw. Bildungseinrichtunge.
„Es stimmt nicht, dass Hauptschüler auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben“, sagte Ralf Mertens. Fast alle Betriebe suchten Hauptschüler, weil die meist bodenständig seien und nach der Ausbildung im Betrieb blieben. Dem pflichtete Ulf Jonuscheit bei: Zehn Prozent der Belegschaft von Aljo seien Auszubildende, viele von ihnen Haupt- und Realschüler. Auch Rainer Miehe betonte, dass man bei Omni-Pac nicht primär für den Arbeitsmarkt, sondern für die eigene Firma ausbilde. „Das deutsche duale System ist am besten. Wir brauchen qualifizierte Mitarbeiter jetzt und in Zukunft“, sagte er und machte Mut sich am Standort in Elsfleth zu bewerben.
Viel Mühe hatten sich die Unternehmen bei der Gestaltung der anschließenden Präsentation gegeben. So zeigten die derzeitigen Auszubildenden von Fischer & Plath einen eigenen Kurzfilm über die einzelnen Berufsbilder der Firma. Andere Unternehmen stellten Gesellenstücke und Arbeitsabläufe vor. Überdies knüpften die Schüler in zahlreichen Einzelgesprächen erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern.
Am Ende zeigten sich Schulleiter Pauly-Erythropel sowie Firmenvertreter begeistert von der Resonanz. Ihr Fazit: „Das wird mit Sicherheit nicht der letzte Berufsinformationsabend gewesen sein.“
