BERNE/JULIUSPLATE - An der Juliusplate tut sich was. Dafür, dass das ohnehin schon schöne Fleckchen Erde noch attraktiver wird, machen sich Haye Kettler und Olaf Brammer vom Arbeitskreis Juliusplate stark. Der Platz neben dem Fähranleger, wo schon länger einige Findlinge liegen und zwei Ruhebänke stehen, soll zusätzlich mit einer von Kettler in der Weser gefundenen 38 Meter langen Ankerkette umgrenzt werden.
Der Weg dorthin, der zurzeit uneben und nur teilweise geteert ist, soll wellenförmig gepflastert werden. Ein besonderer Anziehungspunkt könnte eine zwei Quadratmeter große Informations- und Schautafel werden. Zur Landseite hin wird sie mit einer Karte der Juliusplate versehen sein, die die Geschichte des Naturschutzgebietes widerspiegelt. Bebildert wird sie mit Naturfotos der Bardenflether Deichfotografen. Die Rückseite der Tafel soll die Bedeutung der Unterweser als wichtige Schifffahrtsstraße darstellen sowie historische Informationen, unter anderem zum Deichbau und den Fähren, liefern.
„Weiterhin geplant sind bis zu vier kleine Rundwege durch das Naturschutzgebiet, vorbehaltlich der Genehmigung der Eigentümer“, sagt Olaf Brammer, Betreiber des Campingplatzes Juliusplate und neben Haye Kettler Mitorganisator im Arbeitskreis Juliusplate, der sich aus dem Präventionsrat der Gemeinde gründete. „Wenn man die Menschen nicht an die Natur ran lässt, können sie sie auch nicht verstehen“, weiß Brammer. Wie Kettler auch, erhofft er sich „langfristig eine andere Akzeptanz des geschützten Gebietes“.
Mit im Boot bei dem Vorhaben sind bereits die Fähren Bremen-Stedingen (FBS), das Wasser- und Schifffahrtsamt Farge, der I. Oldenburgische Deichband, der Berner Heimat- und Bürgerverein, die Gemeinde Berne sowie örtliche Betriebe.
