BERNE - Der Ortsverein Berne von Bündnis 90/Die Grünen hat das Programm für die Kommunalwahlen 2011 beschlossen. Es besteht aus mehreren Bausteinen, über die einzeln abgestimmt wurde. „14 Leute haben seit Anfang des Jahres daran mitgearbeitet“, erklärte Christina-Johanne Schröder. „Es spiegelt die Interessen der Berner Bürger gut wieder.“ Vor allem gehe es darum, den Ort auch in Zukunft konkurrenzfähig zu halten.
Wichtig ist den Grünen dabei die Energiepolitik im Ort. Bei einer Prüfung aller kommunalen Gebäude sollen Schwachstellen ausfindig gemacht und verbessert werden. Um Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden zu installieren, soll das sogenannte „Contracting“ genutzt werden. Dabei wird der Bau der Solaranlage öffentlich ausgeschrieben. 15 Jahre darf der Betreiber dann die Summe, die durch die Installation der Anlage an Energie und Geld eingespart wird, behalten. Anschließend geht die Anlage in den Besitz der Gemeinde über. Auch für einen Windpark in der Gemeinde Berne wollen sich die Grünen einsetzen. Dafür müssten aber noch geeignete Standorte geprüft werden. „Die Narbenhöhe der Anlagen soll aber begrenzt werden, um das Landschaftbild und bedrohte Vögel zu schützen“, erklärte Hauke Uphoff-Bartelds. Auf welche Höhe müsste man aber noch diskutieren. Gut vorstellen können sich die Grünen einen Bürgerwindpark.
Auch über die Ortsentwicklung von Berne haben sich die Grünen Gedanken gemacht. Dringend nötig ist demnach ein neues Gewerbegebiet, einen geeigneten Platz sieht man nahe der B 212 neu. „Das ist eine Möglichkeit, wurde aber kontrovers diskutiert“, so Schröder. Überhaupt müsse Berne attraktiver für die Wirtschaft werden. „Dazu gehört ein gutes Standortmarketing“, erklärt Schröder. „Wichtig ist auch, dass Mitarbeiter in Berner Firmen auch gern in den Ort umziehen wollen“, findet sie. In Berne sollen deshalb alle kommunalen Infrastruktureinrichtungen wie Grundschulen und Kindergärten erhalten bleiben. Die Erhöhung der Kindergartengebühren wird grundsätzlich abgelehnt.
Der momentan noch stark vom Fernverkehr beeinflusste Ortskern ist auch ein wichtiger Baustein im Programm. Der Breithof soll ein Zentrum im Ort werden, dafür sollten die parkenden Autos von dem Platz verschwinden. Die später beruhigte Lange Straße eigne sich gut für ein generationsübergreifendes Wohnen, dafür müssten Bordsteine abgesenkt und verbreitert werden. Auf lange Sicht befürworten die Grünen die Verlagerung des Sportplatzes hinter die neue Sporthalle am Schwarzen Weg.
Ein sehr wichtiges Anliegen ist dem Ortsverein das Thema Warflether Sand. Dieser soll komplett unter Landschaftsschutz gestellt werden. Außerdem wollen die Grünen eine Satzung zum Schutz der Bäume in der Gemeinde Berne erarbeiten. In das Programm aufgenommen wurden außerdem ein Bekenntnis zur Storchenstation und eine Forderung der Pflicht zur Kastration von Kleintieren.
