BERNE - Wissen Sie, wie man einen fallenden Tropfen im Foto einfängt? Nein? Macht nichts. Diese Aufgabe gehört auch für versierte Fotografen zu den großen Herausforderungen. Die Fotogruppe der Dorfgemeinschaft Bardenfleth wagte sich zu Beginn des Jahres an das Thema heran, und einige Mitglieder waren recht erfolgreich.

„Im Jahr davor hatten wir viel Öffentlichkeitsrabeit betrieben, 2006 wollten wir mehr für uns tun“, beschreibt Kai Kinghorst, Leiter der Fotogruppe, die Planungen. Er und seine Leute sollten eine ganze Menge erleben und lernen. In der Hamburger Speicherstadt und in Vegesack gingen sie auf Fotosafari.

Die Amateurfotografen freuten sich besonders über einen Auftrag des Gewerbe- und Tourismusvereins Berne: Sie sollten ihre Eindrücke von der Gewerbeschau im September im Bild festhalten. „Fotoreportagen mag ich besonders gern“, sagt Kai Kinghorst. In mehreren Gruppen gingen die Bildreporter über die Gewerbeschau. Am Ende gab es keinen Stand und keine Veranstaltung, die sie nicht auf den Film gebannt hätten.

Film? – Nein eigentlich hat der Sensor die meisten Bilder aufgenommen. Auch bei der Fotogruppe hat nämlich das digitale Zeitalter längst begonnen. Weil die Bildbearbeitung am PC ganz andere und neue Möglichkeiten bietet als das Labor, gab es auch zu diesem Thema im vergangenen Jahr zwei Workshops.

Die Dorfgemeinschafts-Fotografen nutzen am PC vornehmlich so genannte Freeware. Das sind kostenlose Programme, die nach Auskunft von Kinghorst schon ein erstaunliches Leistungspektrum bieten. Dabei geht es nicht nur darum, Aufnahmen, die vom Chip kommen zu verbessern, sondern auch darum, sie ansprechend zu präsentieren. Zurzeit arbeiten die Fotoamateure an einer ansprechenden Diashow ihres Hamburg-Ausflugs inklusive Vertonung.


Spannung und Rätselspaß ist am 19. und 20. April angesagt. Dann eröffnen die Künstler eine besondere Ausstellung im Dorfgemeinschaftshaus mit Puzzles, Foto-Memory-Spielen und Suchbildern. Auch für solche Projekte sind Computerkenntnisse von Nutzen.

Manchmal kommt es aber nicht nur auf gute Foto- und PC-Kenntnisse, sondern auch auf den richtigen Versuchsaufbau an. Zum Beispiel, wenn man die Abwärtsbewegung eines Wassertropfens im Bild so zu sagen einfrieren will. „Wir haben dazu eigens eine Tropfmaschine instlliert. Das gab natürlich eine Riesansauerei, hat aber Spaß gemacht“, sagt Kinghorst.