BERNE - Gegen den geplanten Putenstall im Berner Ortsteil Campe regt sich Widerstand. Bürger aus den benachbarten Wohngebieten Glüsinger Hellmer I und II starten in Kürze eine Unterschriftenaktion gegen das Bauvorhaben im Außenbereich. Erklärtes Ziel der Initiatoren ist es, den Stall zu verhindern. „Wir planen ein Bürgerbegehren gegen den Stall“, sagte die Berner Grüne Karin Dialer-Strackerjan.
Wie zu erfahren war, fürchten die Nachbarn des künftigen Stalles gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Emissionen – und einen Wertverlust ihrer Immobilien. Für Landwirt Heiko Ripken hat der Stall für 5000 Puter dagegen große wirtschaftliche Bedeutung. „Das ist ein weiteres Standbein unserer Existenz“, so Ripken, „wir sind uns der Brisanz des Themas aber bewusst.“ Natürlich würden alle Bauvorschriften für derartige Projekte eingehalten.
Ripken hat Ende 2008 einen Bauantrag – basierend auf einer bereits 2001 gestellten Bauvoranfrage – eingereicht. Derzeit prüft der Kreis Wesermarsch den Antrag. Die Gemeinde Berne muss ihr Einvernehmen erklärten. Ein Einvernehmen, dass der Kreis auch ersetzen, besser: übergehen, kann.
