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Umgekippte Tiere können sterben: Schäfer rufen zum „Schafe schubsen“ auf

30.04.2021

Berne Niedersachsens Deichschafe sind die wohl fleißigsten Küstenschützer – doch wenn sie sich auf dem Boden wälzen, kommen sie manchmal nicht wieder eigenständig auf die Beine. Schäfer und Züchter veranlasst das nun zu einem zunächst skurril anmutenden Appell: Spaziergänger sollen „Schafe schubsen“. Denn immer wieder komme es vor, dass die Tiere hilflos auf dem Rücken liegen oder sich nicht mehr bewegen können, teilte das Niedersächsische Landvolk am Donnerstag mit. Der Aufruf habe also einen ernsten Anlass. Wer ein umgekipptes Tier in Not sehe, solle „beherzt ins Fell greifen“ und das Tier so schubsen, dass es wieder auf die eigenen Beine kommt.

„Das passiert zum Glück nicht oft. Betroffen sind meistens tragende Schafe oder Rassen mit kurzen Beinen“, sagte der Schafhalter Dieter Voigt aus der Gemeinde Berne in der Wesermarsch. Wenn die Tiere schwitzen oder es feucht ist, fängt es unter dem Fell an zu jucken. Dann wälzen sie sich auf dem Boden – einige kommen wegen ihres dicken Fells oder ihres Umfangs nicht wieder auf die Beine. Kommt niemand zur Hilfe, sammeln sich Verdauungsgase im Pansen der Schafe und sie verenden bereits nach kurzer Zeit.

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Die vielen Hundert Deichschafherden sind für den Küstenschutz der Deichverbände in Niedersachsen wichtige Helfer. „Zum einen halten sie mit ihrem tiefen Biss die Grasnarbe kurz – zum anderen trippeln sie mit ihren kleinen Hufen den Boden fest, wir sprechen deshalb auch vom Goldenen Tritt“, sagte Schäfer Janko Schneider aus dem ostfriesischen Großheide. Durch die Tritte bleiben die Graswurzeln kompakter und stabilisieren so die Erde und den Deich insgesamt.

Grundsätzlich sollten Schafe etwa von Spaziergängern am Deich so wenig wie möglich gestört werden – auch nicht, wenn sie sich zum Sonnen auf die asphaltierten Deichwege legen.

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