BERNE - Im Fall des in Berne (Kreis Wesermarsch) ermordeten Geschäftsmannes Friedrich Harmsen sind bei der Mordkommission bereits 30 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Eine heiße Spur oder sachdienliche Hinweise, die zur Klärung des Sachverhalts führen konnten, waren nach jetzigem Stand nicht darunter, sagte am Donnerstag die Sprecherin der Mordkommission Berne, Anke Rieken.
Unterdessen arbeiten die Ermittler am Tatort in der Langen Straße unter Hochdruck. Modernste Technik kommt dabei zur detailgenauen Erfassung der vorgefundenen Situation zum Einsatz. Außerdem befragen die Ermittler Menschen aus dem nahen Umfeld des Opfers. Es gab viele Menschen, die täglich mit ihm Kontakt hatten, sagte Rieken.
Gerüchte im Dorf, die Beamten hätten große Mengen an Bargeld im Haus des 86-Jährigen gefunden, bestätigte die Polizeisprecherin nicht. Die Ermittler sind noch damit beschäftigt, die Vermögensverhältnisse des Opfers zu klären. Friedrich Harmsen gehörten in Berne zahlreiche Immobilien, darunter auch eine Reithalle.
Viele Berner Bürger hielten Harmsen für einen Eigenbrötler. So saß er beinahe täglich in seinem Auto, um von dort aus teils über mehrere Stunden hinweg sein Geschäft auf der anderen Straßenseite zu beobachten, weiß Nachbar Fred Schwarting.
Zum Alltag gehörte für das Opfer auch der tägliche Besuch einer Spielothek im Ort: Dort hielt der 86-Jährige Hühner hinter dem Haus. Dann hat er hier noch einen Kaffee getrunken. Aber er hat keinen Cent an den Automaten ausgegeben, sagte Elke Wegner, Mitarbeiterin der Spielothek.
