Berne - Das Verkehrskonzept für das Stadtumbaugebiet Berne (historischer Ortskern) Büro ist erneut Thema im Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Dienstag, 26. Februar. Vorgestellt wird das überarbeitete Konzept, das auf einem weiteren Abstimmungsgespräch basiert, das es Anfang des Jahres zwischen Verkehrsplaner, Vertretern des Sanierungsbeirates, dem Sanierungsträger und Vertretern der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen gegeben hat.
Auf vier Vorgaben hat sich die Gesprächsrunde verständigt, wie aus der Vorlage der Verwaltung für die Ausschusssitzung hervorgeht:
Im Verlauf der Langen Straße werden vier Platzbereiche/Übergangsbereiche eingerichtet, um einen gradlinigen Verlauf der Fahrbahn zu vermeiden. Die Eingangsbereiche in die Lange Straße werden ebenfalls entsprechend gestaltet, um einen Übergang in den verkehrsberuhigten Geschäftsbereich (20 Stundenkilometer) „erlebbar“ zu machen.
Die Fahrbahn wird durch beidseitige Rundborde und Rinnen geführt. Die Höhe der Borde ergibt sich aus der Örtlichkeit, Ziel ist die Einhaltung einer maximalen Höhe von acht Zentimeter und Absenkung auf 0 Zentimeter in den Übergangsbereichen. Dabei soll geprüft werden, ob die vorhandenen Borde aus Granit ganz oder in Teilen wiederverwendet werden können.
Die Fahrbahn wird asphaltiert, in den Überwegungsbereichen soll gepflastert werden. Das Gehwegpflaster soll über die Fahrbahn geführt werden.
Auf der Nordseite der Langen Straße soll ein Gehweg mit einer Breite von 2,50 Meter angelegt werden; auf der gegenüberliegenden Seite wird überlegt, einen Gehweg mit einer Breite von 1,50 Meter anzulegen. Ob die Gehwege wie geplant angelegt werden können, hängt vom Platz zwischen den Gebäuden ab.
Wie es in der Vorlage weiter heißt, hat der Sanierungsbeirat mit Anwohnern und Eigentümern der Gebäude an der Langen Straße gesprochen. Anlass war die Initiative von Berner Bürgern, angeführt von Gisela Wenke. Sie wollten einen niveaugleichen Ausbau mit farblich abgegrenztem Gehwegbereich.
Der Sanierungsbeirat hatte seine Kontaktaufnahme auch damit begründet, dass diesen direkt Betroffenen bisher zu wenig Gehör geschenkt worden sei. Zudem wollte der Beirat bei diesen Gesprächen auch ausloten, ob die vertretene Position – Unterstützung der bisherigen Planungsergebnisse – tatsächlich auch die überwiegende Meinung der Betroffenen ist. Laut Beirat habe man dabei „einen deutlichen Zuspruch für den bisherigen Planungsstand erhalten“ – 121 Personen hätten ihre Unterschrift auf eine entsprechende Liste gegeben, davon seien 96 Personen Eigentümer und/oder Anwohner beziehungsweise Gewerbetreibende der Langen Straße.
Der Fachausschuss soll am Dienstag nun diesen überarbeiteten Entwurf des Verkehrskonzepts politisch absegnen, damit die Planung weiter vorangetrieben werden kann.
