BERNE - Die Hegemann-Werften in Stralsund und Wolgast hoffen auf einen Großauftrag der Scandlines-Reederei.
Es gebe eine Absichtserklärung über den Bau von zwei Fähren, bestätigte Unternehmenssprecher Torsten Henkel. Der Vertrag solle bis Ende des Monats unterschrieben werden. Laut Medienberichten plant Scandlines den Bau von zwei Fähren für je 1500 Passagiere und 460 Autos. Diese Daten bestätigte Henkel zunächst nicht. Auch machte er keine Angaben über das mögliche Auftragsvolumen.
Die Werftengruppe hat derzeit eigenen Angaben zufolge ein Projektvolumen für Schiffsneubauten und Reparaturen von über zwei Milliarden Euro. Die Einsetzung eines Treuhänders zu Jahresbeginn hatte den Weg frei gemacht für die Gewährung eines 20-Millionen-Euro-Kredits durch das Land und für Bürgschaften über 280 Millionen Euro durch den Bund zur Zwischenfinanzierung von Schiffsbauten.
Zu Hegemann gehören die Peene-Werft Wolgast, die Volkswerft Stralsund und die Rolandwerft in Berne. Für die Rolandwerft hat der mögliche Neuauftrag wahrscheinlich kaum Bedeutung. „Es ist noch nichts bestätigt. Die Werft in Berne wird in Zukunft trotzdem ihren eigenen Weg gehen“, sagte Heint Blode, Betriebsratsvorsitzender, am Donnerstag.
Derzeit wird auf der Werft in Stralsund an Flusskreuzfahrtschiffen für die Münchner Premicon AG und sogenannten Ankerziehversorgern gearbeitet.
In Wolgast entsteht für die Scanscot-Reederei ein Schiff für Schwerlasttransporte. Zudem sind in Wolgast der Bau von vier Schiffen für die schwedische Küstenwache und Arbeiten an einem Versorger für die Deutsche Marine geplant.
