Berne - „Das Umfeld, auf dem wir uns bewegen, ist nicht einfach. Nur durch unsere Mitarbeiter, deren Anzahl in den letzten Jahren stark gewachsen ist, sind wir erfolgreich. Als Wertschätzung und Dank dafür haben wir alle zum Familientag eingeladen, denn viele hatten noch keine Gelegenheit, zu gucken, wo ihre Angehörigen arbeiten“, erklärte Aljo-Geschäftsführerin Miriam Rudnitzki bei einem Rundgang über das Firmengelände. Und dort kam am Samstag mit einer gelungenen Mischung aus Einblicken in die Arbeitsabläufe, jeder Menge Spiel, Spaß und Kulinarischem für jeden Geschmack absolut keine Langeweile auf.

Um all das aufzubauen, seien 40 7,5-Tonner nötig gewesen, hieß es. Neun Essensstände, fünf Getränkebuden, Torwandschießen mit Geschwindigkeitsmessung, Riesendarts, Hüpfburg, eine Fahrt in der Seifenkiste, durch den Bobbycar-Parcours oder mit der Carrera-Bahn, die von 60 Mitarbeitern einer Eventfirma betreut wurden, gehörten neben vielen anderen Angeboten genauso dazu wie Live-Musik.

Wer Lust hatte, konnte in die Johanniter-Rettungswagen schauen. Die Brandwache und die Parkplatzeinweisung übernahmen die Freiwillige Feuerwehr Weserdeich, die außerdem die Gelegenheit nutzte, für eine Doppelmitgliedschaft unter den dort arbeitenden Feuerwehrmitgliedern zu werben, um auch weiterhin tagsüber die Einsatzbereitschaft vor Ort zu sichern. „Die Firma Aljo ist auf diesem Gebiet immer sehr offen. Das ist leider nicht bei allen Arbeitgebern so“, lobte Ortsbrandmeister Gerold Schlötelburg.

Ein Quiz mit zehn Fragen schaffte Anreiz, bewusst durch die Hallen zu gehen. Auf Tafeln wurden die dort stattfindenden Arbeiten in Comic-Form genau erklärt, so dass die Lösungen sicherlich auch den „Nichtfachleuten“ nicht allzu schwer fielen.

Besucherin Monika gefielen vor allem die Visionen und Werte, die zur Motivation der Mitarbeiter in den Hallen aufgehängt waren, gut. Aber auch von den einladend dekorierten Sitzgelegenheiten, die mit Palmen und dem passenden Wetter geradezu kubanisches Flair in der Wesermarsch aufkommen ließen, war sie ganz begeistert.

„Kaum wiederzuerkennen hier“, so die Feststellung von Anne Wichmann beim Rundgang mit ihrer Familie an ihrem ehemaligen Arbeitsplatz. Gerne habe sie hier gearbeitet, erinnerte sich die Rentnerin, die bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand in der Qualitätssicherung tätig war.

Ron Tönjes, Leiter der Zerspanung, freute sich, seiner Tochter Jette seinen Arbeitsplatz zeigen zu können. Ganz genau ließ sich das Mädchen erklären, wie die Maschinen funktionieren.

Die Einweihung der neuen Halle 11, die tags zuvor ihre Abnahme hatte und in der die Alu-Innenausstattung des VW T6 California gefertigt wird, sei ein guter Zeitpunkt für diese Veranstaltung. Die dadurch leergewordene Halle, in die bald eine Erweiterung der Logistikabteilung einziehen soll, bot sich für den Familientag an. Denn schließlich hätten die fast 1000 Gäste auch bei schlechtem Wetter untergebracht werden müssen, erklärte Miriam Rudnitzki.

Gut kam bei vielen Besuchern neben den tollen Angeboten auch an, dass bei der Großveranstaltung nur wenig Müll anfiel. Ganz bewusst hatten die Veranstalter auf Plastikgeschirr verzichtet und stattdessen Porzellan, Glas, Bambus oder Papier eingesetzt – etwas, was manche Speise sicherlich noch besser schmecken ließ.