Berlin - Immer mehr Männer finden einer Untersuchung zufolge, dass es einer Partnerschaft guttut, wenn auch die Frau berufstätig ist. Gleichwohl gebe es auch eine klar antifeministische Strömung, heißt es in einer Studie des Bundesfamilienministeriums, über die die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ berichtete. Der Studie zufolge finden 82 Prozent der Männer, dass es einer Partnerschaft guttut, wenn beide Partner berufstätig sind. Zehn Jahre zuvor waren nur 71 Prozent dieser Ansicht. Mit 49 Prozent meint inzwischen weniger als die Hälfte der Männer, dass Frauen nicht erwerbstätig zu sein brauchen, wenn ihre Partner gut verdienen.

Zudem habe ein gesellschaftlicher Wandel bei der Bedeutung der Kindererziehung stattgefunden. „Immer mehr Männer sind sogar der Überzeugung, dass der Vater seine Berufstätigkeit reduzieren sollte, solange die Kinder noch klein sind“, zitierte die Zeitung Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Von den heute 70-jährigen Männern sind 20 Prozent dieser Meinung, von den unter 30-Jährigen immerhin 59 Prozent.

Selbst beim Thema Haushalt gibt es Bewegung. Während vor zehn Jahren Putzen oder Waschen überwiegend von Frauen erledigt wurden und der Mann im Haus nur Reparaturen übernahm, engagieren sich Männer zunehmend im Haushalt.