Oldenburg - Mehr Erfolg und Zufriedenheit im Beruf wünschen sich wohl die meisten Arbeitnehmer – um das zu erreichen, sollte man sich zwei Fragen stellen: „Wer bin ich?“ und „Was macht mich unverwechselbar?“ – diese These vertrat Diplom-Psychologin Dr. Meike Watzlawik am Montagabend bei einem Vortrag des Marketingclubs Weser-Ems in der VHS Oldenburg.
„Der berufliche Werdegang hat sich geändert“, sagte Watzlawik den rund 40 Zuhörern. Gab es früher den klassischen Weg: Schule, Ausbildung und Berufstätigkeit, „meistens damit verbunden, dass die Mitarbeiter 30 Jahre und mehr in einem Unternehmen blieben“, so Watzlawik, sei es heute anders. „Schule und Ausbildung sind geblieben, aber die Berufstätigkeit beschränkt sich nicht mehr nur auf ein Unternehmen“.
Die Berufswege seien vielfältiger geworden, „Multigraphien“ (mehrere Berufe im Laufe der Zeit) seien keine Seltenheit mehr.
Um herauszufinden was die eigenen Stärken sind, sollte man seine „Karriereanker“ kennen. In einem Selbsttest konnten die Gäste des Vortrags erfahren, ob sie eine Tätigkeit mit besonders viel Freiraum einem Job in der allgemeinen Verwaltung vorziehen würden, oder ob ihnen die Entfaltung ihrer technisch-funktionalen Kompetenz wichtiger ist als die Integration ihres Lebensstils in den Job.
„Wer weiß, was er ist und was ihn unverwechselbar macht, ist zufriedener, weil er nicht in Stellen landet, die nicht zu ihm passen“, erklärte die Psychologin, die auch im Beratungsinstitut für Analyse und Berufsfindung in Bremen Menschen berät, die ihre Stärken suchen oder sich beruflich verändern möchten.
Neben dem Kennen seiner Schwächen und Stärken sei auch die eigene Vermarktung wichtig. „Soziale Netzwerke, wie Xing, florieren derzeit. Headhunter suchen ganz gezielt nach passenden Leuten darin“, erklärte Watzlawik. Früher wie heute müssten die Arbeitnehmer auf Beziehungen setzen.
