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Leoni Beschäftigte sollen auf Geld verzichten

Detlef Glückselig

Brake - Die Beschäftigten des Braker Leoni-Werks sollen im kommenden Jahr weniger ar-beiten – und dabei auch auf Lohn verzichten. Die Geschäftsleitung verhandelt mit dem Betriebsrat und der IG Metall über eine Betriebsvereinbarung, mit der ein Tarif zur Beschäftigungssicherung zur Anwendung gebracht werden soll.

Der Standort Brake gebe „keinen Anlass zum Jauchzen“, sagt Leoni-Pressesprecher Sven Schmidt aus Nürnberg auf Nachfrage der NWZ , er habe sich in diesem Jahr aber „solide entwickelt“. Gleichwohl gibt es nun einen Tarifstreit. Der Hintergrund ist „eine kleine Überkapazität in der Produktion“, wie Schmidt es ausdrückt. Drei Beschäftigte sind dort zu viel. Um ihre Entlassung zu vermeiden, hat die Geschäftsleitung den Vorschlag unterbreitet, die Stunden aller anderen Beschäftigten mit Ausnahme der Mitarbeiter in den Abteilungen Vertrieb und Entwicklung zu reduzieren – bei entsprechendem Lohnverzicht.

67 Beschäftigte

Im Braker Leoni-Werk, das als einziger deutscher Standort des Konzerns der Division „Bordnetze“ angehört und für die Automobilindustrie fertigt, sind 67 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 80 Prozent von ihnen wären von der für das gesamte Jahr 2013 angedachten Stundenreduzierung betroffen.

Am Donnerstag hat es eine Verhandlungsrunde zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung gegeben, die nach Auskunft von Betriebsleiter Manfred Pape jedoch vorerst ohne Ergebnis blieb. Aktuell stehen 33 Stunden zur Debatte und damit eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden.

Als „Bonbon“ hat die Geschäftsleitung laut Pape angeboten, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld im kommenden Jahr trotz Stundenreduzierung weiterhin auf dem jetzigen Niveau ausgezahlt werden. Der Betriebsrat wolle an diesem Freitag darüber befinden, ob er das Angebot annimmt, so Pape. Schlägt er es aus, werde es am Montag die nächste Verhandlungsrunde geben.

Dass die Stundenreduzierung nur für ein Jahr angedacht ist, hängt nach Auskunft von Pressesprecher Schmidt damit zusammen, dass Ende 2013 in der Produktion drei Beschäftigte ausscheiden werden, weil sie die Altersgrenze erreicht haben. Die „Überkapazität“ wird sich dann erledigt haben.


Kündigungsschutz?

Unterstützung hat der Leoni-Betriebsrat bei den aktuellen Verhandlungen von der IG Metall. Der Wesermarsch-Bevollmächtigte Martin Schindler nennt die Zusicherung von Standortsicherheit und Kündigungsschutz als wichtige Voraussetzungen für eine Zustimmung zu den Plänen der Geschäftsleitung.

Ende 2010 hatte Leoni in Brake 20 Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt und damit auf die seinerzeit rückläufige Auftragslage im Bereich Autokabel reagiert.

Brake - Die Beschäftigten des Braker Leoni-Werks sollen im kommenden Jahr weniger ar­beiten – und dabei auch auf Lohn verzichten. Die Geschäftsleitung verhandelt mit dem Betriebsrat und der IG Metall über eine Betriebsvereinbarung, mit der ein Tarif zur Beschäftigungssicherung zur Anwendung gebracht werden soll.

Der Standort Brake gebe „keinen Anlass zum Jauchzen“, sagt Leoni-Pressesprecher Sven Schmidt aus Nürnberg auf Nachfrage der NWZ , er habe sich in diesem Jahr aber „solide entwickelt“. Gleichwohl gibt es nun einen Tarifstreit. Der Hintergrund ist „eine kleine Überkapazität in der Produktion“, wie Schmidt es ausdrückt. Drei Beschäftigte sind dort zu viel. Um ihre Entlassung zu vermeiden, hat die Geschäftsleitung den Vorschlag unterbreitet, die Stunden aller anderen Beschäftigten mit Ausnahme der Mitarbeiter in den Abteilungen Vertrieb und Entwicklung zu reduzieren – bei entsprechendem Lohnverzicht.

67 Beschäftigte

Im Braker Leoni-Werk, das als einziger deutscher Standort des Konzerns der Division „Bordnetze“ angehört und für die Automobilindustrie fertigt, sind 67 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 80 Prozent von ihnen wären von der für das gesamte Jahr 2013 angedachten Stundenreduzierung betroffen.

Angebot liegt vor

Am Donnerstag hat es eine Verhandlungsrunde zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung gegeben, die nach Auskunft von Betriebsleiter Manfred Pape jedoch vorerst ohne Ergebnis blieb. Aktuell stehen 33 Stunden zur Debatte und damit eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden.

Als „Bonbon“ hat die Geschäftsleitung laut Pape angeboten, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld im kommenden Jahr trotz Stundenreduzierung weiterhin auf dem jetzigen Niveau ausgezahlt werden. Der Betriebsrat wolle an diesem Freitag darüber befinden, ob er das Angebot annimmt, so Pape. Schlägt er es aus, werde es am Montag die nächste Verhandlungsrunde geben.

Dass die Stundenreduzierung nur für ein Jahr angedacht ist, hängt nach Auskunft von Pressesprecher Schmidt damit zusammen, dass Ende 2013 in der Produktion drei Beschäftigte ausscheiden werden, weil sie die Altersgrenze erreicht haben. Die „Überkapazität“ wird sich dann erledigt haben.

Kündigungsschutz?

Unterstützung hat der Leoni-Betriebsrat bei den aktuellen Verhandlungen von der IG Metall. Der Wesermarsch-Bevollmächtigte Martin Schindler nennt die Zusicherung von Standortsicherheit und Kündigungsschutz als wichtige Voraussetzungen für eine Zustimmung zu den Plänen der Geschäftsleitung.

Ende 2010 hatte Leoni in Brake 20 Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt und damit auf die seinerzeit rückläufige Auftragslage im Bereich Autokabel reagiert.

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