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Beschäftigung im Nordwesten Nur leichte Bewegung am regionalen Arbeitsmarkt

Im Juni war das Fazit der Agenturen für Arbeit eher durchwachsen. Während es in einigen Regionen eine Belebung gab, trübte sich das Bild in anderen etwas.

Im Juni war das Fazit der Agenturen für Arbeit eher durchwachsen. Während es in einigen Regionen eine Belebung gab, trübte sich das Bild in anderen etwas.

Hauke-Christian Dittrich/dpa

Im Nordwesten - Auch im Juni hat sich eine leichte Belebung am regionalen Arbeitsmarkt gezeigt. Im Oldenburger Land und in Ostfriesland waren insgesamt 46.783 Menschen ohne Job. Das waren 84 weniger als im Mai – aber 3936 mehr als vor einem Jahr, berichten die regionalen Agenturen für Arbeit am Freitag.

Oldenburger Land

Im Oldenburger Land hatten im Juni demnach 32.256 Personen keine Arbeit. Das waren 24 weniger als im Vormonat, aber 2615 mehr als im Juni 2022, geht aus den aktuellen Zahlen der Agenturen für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta hervor. Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, sprach von einem „saisontypischen Anstieg“. Denn im Beritt der von ihm verantworteten Agentur hat es im Juni einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 46 Personen im Vergleich zum Vormonat gegeben. „Die ersten zukünftigen Neugesellinnen und -gesellen, die ihre Ausbildung in diesen und den kommenden Wochen abschließen, melden sich nun arbeitssuchend oder arbeitslos“, erklärt Müller.

Bundeszahlen

Quote: Die bundesweite Arbeitslosenquote lag im Juni bei 5,5 Prozent. Damit gab es keine Veränderung zum Vormonat.

Arbeitslose: Die Bundesagentur für Arbeit meldet insgesamt 2,555 Millionen Arbeitslose in Deutschland. Das waren 11.000 mehr als im Mai und 192.000 mehr als vor einem Jahr.

Trend: Die Bundesvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, schätzt die Lage skeptisch ein. „Zum Ausklang der Frühjahrsbelebung, die schon schwach war, prägen Vorsicht und Zurückhaltung das Bild am deutschen Arbeitsmarkt“, sagte sie am Freitag in Nürnberg. Denn ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni käme normalerweise „nur in Ausnahmefällen vor“. Auch für die nähere Zukunft macht Nahles wenig Hoffnung: „Wir rechnen mit einem Anstieg in den nächsten Monaten“, erklärte sie. In welchem Umfang das passiere, müsse man abwarten.

Im Oldenburger Münsterland ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni dagegen weiter gesunken. „Trotz der gedämpften konjunkturellen Entwicklung blieb die Personalnachfrage der Betriebe auch im Juni stabil. Der anhaltend hohe Fachkräftebedarf kann branchenübergreifend jedoch nur bedingt gedeckt werden. Daher gehören die Qualifizierung und die Weiterbildung von Arbeitskräften weiter zu den wichtigsten Themen am Arbeitsmarkt“, sagt Tina Heliosch, Leiterin der Agentur für Arbeit Vechta.

Ostfriesland

„Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, sollte die Zeit nutzen“, erklärt Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer. Es gelte jetzt, sich um die „berufliche Anschlussperspektive zu kümmern“. Die Chancen, noch in diesem Sommer mit einer Ausbildung zu beginnen, sind laut Dupák ausgesprochen gut, denn nach wie vor gebe es auf dem Ausbildungsmarkt in Ostfriesland viele freie Ausbildungsplätze in fast allen Branchen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Emden-Leer waren in der Region im Juni 14.527 Menschen ohne Job, 60 weniger als im Mai – aber 1321 mehr als im Vorjahr.

Niedersachsen und Bremen

In Niedersachsen waren im Juni insgesamt 246.145 Menschen arbeitslos gemeldet, geht aus Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Das entspreche einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber Mai. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 5,6 Prozent. Vor einem Jahr waren in Niedersachsen noch 223.444 Menschen arbeitslos gemeldet. Viel Bewegung gibt es am Ausbildungsmarkt, teilt die Agentur mit: Es gebe 49.965 Plätze, auf die sich bisher 40.585 Arbeitssuchende beworben hätten.

Im Land Bremen hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt eingetrübt. Im Juni waren 38.832 Menschen arbeitslos, teilt die Regionaldirektion der BA mit – ein Anstieg um 0,6 Prozent.

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Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft
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