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Beschäftigung im Nordwesten Regionaler Arbeitsmarkt entwickelt sich gegen Bundestrend – mehr Arbeitslose im November

Im November 2023 gab es im Oldenburger Land und in Ostfriesland mehr Arbeitslose.

Im November 2023 gab es im Oldenburger Land und in Ostfriesland mehr Arbeitslose.

Hauke-Christian Dittrich/dpa

Im Nordwesten - Saisonal bedingt haben sich im November 2023 im Nordwesten wieder mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Das geht aus den aktuellen Zahlen der regionalen Agenturen für Arbeit vom Donnerstag hervor. Demnach waren im Oldenburger Land und in Ostfriesland im November 48.412 Menschen ohne Job. Das waren 870 mehr als im Oktober und 3021 mehr als im Vorjahr.

Kristjan Messing, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, bezeichnete die Entwicklung am Arbeitsmarkt als „verhalten“. Die Zahl der Arbeitslosen sei leicht angestiegen, gleichzeitig seien viele Arbeitgeber auf der Suche nach Mitarbeitern, erklärte Messing. Er betonte ebenfalls, dass die Einstellungen für das Weihnachtsgeschäft bislang „keinen größeren Effekt“ gezeigt hätten. Die Arbeitgeber hätten aber mehr Stellen als im Vormonat gemeldet.

Bundeszahlen

Quote: Die bundesweite Arbeitslosenquote lag im November 2023 bei 5,6 Prozent. Das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im Oktober 2023.

Arbeitslose: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November im Vergleich zum Vormonat um 1000 auf 2,606 Millionen gesunken. Das waren 172 000 mehr als im November 2022, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit.

Trend: „Die konjunkturelle Flaute hinterlässt weiter Spuren am deutschen Arbeitsmarkt“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles. „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben saisonbedingt zugenommen. Die Beschäftigung wächst nur noch wenig und die gemeldete Arbeitskräftenachfrage ist nach wie vor rückläufig“, erklärte sie.

Oldenburger Land

Im Oldenburger Land ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 313 Personen auf 33.020 gestiegen. Das sind außerdem 1991 Arbeitslose mehr als noch im Vorjahr, geht aus den aktuellen Zahlen der Agenturen für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta hervor. Messing betonte, dass die Entwicklung in den Städten und Landkreisen des Agenturbezirks „recht uneinheitlich“ sei. Je mehr Saisonbetriebe es gibt, „desto stärker steigt im November die Arbeitslosigkeit“, erklärte er. Das mache sich im Ammerland aber auch in Friesland und der Wesermarsch bemerkbar.

Hat jede Menge Jobs in der Stadt im Angebot: Kristjan Messing ist einer der beiden Geschäftsführer der Arbeitssagentur Oldenburg-Wilhelmshaven.

6206 MENSCHEN ARBEITSLOS GEMELDET Arbeitsagentur hat 2200 freie Stellen im Angebot

Karsten Röhr
Oldenburg

Ostfriesland

Auf „saisontypische Entwicklungen“ verwies Daniela Ringenaldus, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Emden-Leer. So hätten sich insbesondere in den Geschäftsstellen Emden, Norden und Wittmund im November mehr Personen arbeitslos gemeldet. Dies sei unter anderem auf die Zuordnung der ostfriesischen Inseln zu den genannten Geschäftsstellen zurückzuführen. Im Agenturbezirk waren im November 2023 insgesamt 15.392 Menschen ohne Job, 557 mehr als im Oktober und 1030 mehr als im Vorjahr, geht aus den aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit Emden-Leer hervor.

Niedersachsen und Bremen

In Niedersachsen waren im November dieses Jahres 250.140 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 446 mehr als im Vormonat, teilt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,6 auf 5,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 5,4 Prozent gelegen. Die schwache Konjunktur habe damit den Arbeitsmarkt erreicht, teilte die Agentur weiter mit.

Im Land Bremen ging die Arbeitslosenzahl dagegen wie auch bundesweit leicht zurück. Dort waren im November 39.180 Menschen arbeitslos gemeldet, 349 weniger als im Oktober. Gegenüber Oktober blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 10,7 Prozent. Dennoch sei die schwache Konjunktur auch hier zu spüren. Zum Vergleich: Im November des Vorjahres hatte die Quote noch bei 10,2 Prozent gelegen. Das waren 0,5 Prozentpunkte weniger als jetzt.

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Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft
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