Hohenkirchen - Rund 140 Gäste – weniger als im Vorjahr – haben beim Jägerball des Hegerings Wangerland fröhlich gefeiert und zur Musik der Tanzkapelle Roundabout getanzt. Hegeringsleiter und Kreisjägermeister Elimar Becker freute sich besonders über den Nachwuchs, der einen ganzen Tisch besetzte.

Becker freute sich außerdem, dass die Jagdhornbläser um Gerold Lauts in diesem Jahr besonders volltönend klangen: Die Gruppe konnte sich durch junge Bläser verstärken.

Sehenswert nannte Becker in seinem kurzen Revierbericht die rastenden Gänse, die auf Wiesen nördlich des Wangermeers und im Elisabethgroden zu sehen waren. Rund 8000 wurden gezählt.

Nicht so zahlreich ist dagegen der Bestand an Fasanen: Zahl und Nachwuchs der Vögel seien im vergangenen Jahr sehr spärlich gewesen, so Becker. „Besonders Hennen sind kaum zu entdecken“, sagte er. Die Gründe für den Rückgang des Fasans sind noch unklar, bei der Landesjägerschaft wird nach der Ursache geforscht, „noch gibt es aber keine konkreten Ergebnisse“, so Elimar Becker. Auf jeden Fall gilt auch künftig, dass der Fasan vorsichtig zu bejagen ist.

Als gut bezeichnete der Hegeringsleiter den Bestand an Hasen, der Hauptwildart im Wangerland. Trotz der nassen Witterung des vergangenen Jahrs wurde eine gute Strecke erzielt – zumindest dort, wo nicht so oft gemäht wurde. Auch der Bestand an Rehwild habe zugenommen. „Wir konnten im nördlichen Wangerland große Sprünge beobachten“, so Becker. Mit Hilfe von Wildreflektoren an den Wangerländer Straßen und frühzeitigem Eingreifen in die Bestände konnten die Jäger die Fallwildquote senken.


Passend zum Bericht ließen die Jagdhornbläser die Signale „Flugwild“, „Hase“, Reh“ und „Treiber in den Kessel“ durch den Saal schallen.

Elimar Becker dankte allen, die bei der Vorbereitung des Jägerballs geholfen haben – er wies besonders auf die prächtigen Trophäen hin, die den Saal schmückten. Sie stammen von einer alten Hohenkirchenerin, die im vergangenen Jahr ihren Haushalt aufgelöst hat.

Neben dem Tanz bot der Hegering auch eine Tombola mit Gutscheinen wie Einladungen zum Wildessen und Sachpreisen an.