Friesoythe - Einen praxisnahen Unterricht erleben in diesem Schuljahr 18 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zwölf des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe. Im Rahmen des Junior-Projektes des Instituts der Deutschen Wirtschaft gründeten sie die Schülerfirma „Die AM Gesellschaft“. Dort werden selbst entworfene Schreibwaren verkauft.

„Ziel dieses Unterrichtsprojekts ist es, dass wir uns mit den Strukturen in der Wirtschaftswelt und mit dem Aktienhandel vertraut machen, mit denen wir dann später im Berufsleben eventuell konfrontiert werden“, erklärt Felix Schonebeck aus der Geschäftsführung der Firma. Denn mit dem reinen Gestalten und Verkaufen der Schreibwaren ist es nicht getan. Die Firma ist strukturiert aufgestellt. Es gibt eine Geschäftsführung, eine Verwaltung, eine Marketingabteilung, eine Finanzabteilung sowie eine technische Leitung.

90 Aktien zum Stückpreis von zehn Euro wurden ausgegeben. Jeder Schüler bekam fünf Aktien und verkaufte diese an Freunde, Familienmitglieder oder an Lehrer. „Außerdem konnten wir Sponsoren aus Friesoythe und Bösel gewinnen“, sagt Andreas Röben aus der Geschäftsführung. Nur vom Aktienverkauf könne die Firma nicht leben.

An der Schule, auf dem Adventsmarkt in Friesoythe sowie in Geschäften in der Stadt sollen die Schreibwaren dann verkauft werden. Aktuell wird an der Preisgestaltung gearbeitet, Angebote verschiedener Produzenten eingeholt und auch eine eigene Homepage soll bald an den Start gehen. Am Ende des Schuljahres wird die Arbeit dann von Politiklehrer Hartmut Liebig, der das Projektseminar „Aktiengesellschaft“ leitet, benotet. Für ihre Arbeit erhalten die Schüler übrigens auch richtiges Geld: 35 Cent wird pro geleisteter Arbeitsstunde an die Angestellten ausgezahlt.