Apen - „Es brummt. Das ist die beste Börse bislang, sowohl vom Angebot als auch von der Nachfrage“, strahlt Christel Pleyn, Pressewartin des Rassegeflügelzuchtvereins Apen-Augustfehn und Vorsitzender Ludger Bünnemeyer fügt hinzu: „Die Kleintierbörse ist inzwischen weit bekannt und beliebt.“ Auch viel Fachpublikum würde die Börse zum Schauen, Kaufen und Fachsimpeln nutzen – eben als Erfahrungsaustausch. Etwa 25 Aussteller aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet bieten zwischen 600 und 800 Tiere zum Verkauf an.
Die inzwischen fünfte Kleintierbörse des Vereins in der Werkhalle der Firma van Rüschen im Gewerbegebiet lockt bereits am frühen Sonntagmorgen die Interessenten. Der Rassegeflügelzuchtverein dankt Familie van Rüschen für die Überlassung der großen Halle.
„Wer etwas sucht, der kommt früh“, erklärt ein Hobbyzüchter aus Bunde den Ansturm am Morgen. Sven Hellmers, Hobbyzüchter aus Edewecht, hat innerhalb der ersten halben Stunde sein Geschäft abgewickelt: „Fünf Nymphensittiche und zwei Kanarien – ruckzuck verkauft.“
Die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Apen-Augustfehn haben die Börse vorbereitet. Hühner, Enten, Gänse, Kaninchen, Kanarienvögel, Papageien, Wellensittiche, Meerschweinchen, Wachteln und Zierenten der verschiedenen Arten und Rassen werden zum Kauf angeboten.
Einen sehr weiten Weg haben Petra Steimann und ihre zwölfjährige Tochter Pia auf sich genommen: „Wir sind mit der Fähre um 7.30 Uhr von Wangerooge gefahren. Im Internet haben wir von der Kleintierbörse erfahren“, erzählt die Insulanerin und Tochter Pia strahlt: „Ich habe einen Zwergwidder – der ist mega-süß.“ Am Abend geht es zurück an Bord nach Wangerooge – mit einem Lebewesen mehr im Gepäck.
Auch die elfjährige Aylin aus dem ostfriesischen Spols freut sich: „Wir haben schon Hühner, Enten, Fische, einen Hund und jetzt auch ein Meerschweinchen.“
Über eine Zwerg-Barnevelder Henne ist die siebenjährige Laura aus Neuenkruge glücklich und Familie Schröder aus Wildenloh findet vier Araucana-Küken: „Die legen grüne Eier.“
Ludger Bünnemeyer zeigt sich besonders von den jungen Tierfreunden angetan. Das seien die Züchter von morgen.
In der Cafeteria verweilen viele Besucher und nutzen eine kleine Rast gern auch für Fachgespräche und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten. Die Frauen hatten wieder Kuchen gebacken, außerdem gibt es für die Besucher Kaffee, Tee, Brötchen und Bratwurst.
