BETHEN - Die Museumseisenbahn, die zwischen Cloppenburg und Friesoythe verkehrt, soll auch in Bethen Halt machen. Nach Erteilung einer Baugenehmigung und Verhandlungen mit der Stadt bezüglich des Geländes soll auf dem Forum des ehemaligen Bether Bahnhofs ein Bahnsteig gebaut werden. Diesen Beschluss haben die Mitglieder des Dorfvereins im Haus Maria Rast einstimmig gefasst. Gespräche mit Vertretern der Stadt, der Friesoyther Eisenbahngesellschaft und der Museumseisenbahner hat es bereits gegeben.
Durch die Realisierung des Projektes erhoffen sich die Bether auch eine Belebung ihres Wallfahrtsortes. Denn durch einen Bahnsteig könnten künftig auch Züge von den Hauptstrecken der Deutschen Bahn direkt die Haltestelle Bethen anfahren. „Für die Pilger würde sich damit eine ideale Möglichkeit zur Fußwallfahrt vom Bahnhof bis zur Basilika anbieten“, meinte der Vorsitzende des Bether Dorfvereins, Gerd Naber, in der Versammlung. Die auf der Strecke Oldenburg- Osnabrück verkehrende Nordwestbahn verweist allerdings auf bestehende Vorschriften und verlangt den Bau eines Bahnsteigs in einer Mindestlänge von 70 Metern. Der Vorstand des Dorfvereins, allen voran Gerd Naber, Kurt Lübbe und Ludger Koopmeiners, will sich in der nächsten Zeit mit konkreten Plänen um eine möglichst günstige Finanzierung des Bahnsteigs kümmern.
In der Versammlung wurde auch diskutiert, wie man das Sommerfest in Bethen – vor allem am Abend – für die Besucher attraktiver gestalten könne. Dabei wurden mehrere Vorschläge geprüft. Der Vorstand soll nun nach Lösungen suchen.
Form nimmt dagegen eine Bether Dorfchronik an, die in Buchform herausgegeben werden soll. Zur Vorbereitung wurde bereits ein zehnköpfiges Gremium gebildet, das sich mit den einzelnen Fachbereichen beschäftigen wird. Für die Erstellung der Chronik sucht der Ausschuss noch Fotos, Dokumente und Totenbildchen aus vergangenen Zeiten. Diese werden nach ihrer Auswertung an die Besitzer zurückgegeben.
Zu Beginn der Versammlung hatte der Vorsitzende in einem Rückblick auf die vergangenen Monate eine positive Bilanz mit zahlreichen Aktivitäten gezogen. Dazu zählte vor allem die Pflasterung des Kirchplatzes im Rahmen der Vorbereitungen für die Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft”.
In diesem Zusammenhang zollte der Vorsitzende der Bevölkerung ein großes Lob für ein vorbildliches Engagement bei der Realisierung des gemeinschaftlichen Projektes sowie bei weiteren Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensumfeldes. Großes Interesse fanden am Schluss der Versammlung die Vorführungen eines Films sowie mehrerer Dia-Serien, in denen die Bether Zeitgeschichte dokumentiert wird.
