BETHEN - Gut besucht zeigte sich die 15. Oldenburger Münsterland Tierschau am Sonnabend, 3. September, auf dem Hof Rainer Möller (Bethen). Bestes Wetter sowie ein informatives und unterhaltsames Programm bescherten ein zufriedenes Publikum, längst nicht nur aus der Landwirtschaft.
Lob für Veranstaltung
Dr. Herwig Schertler vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium überbrachte Grüße von Minister Gerd Lindemann (CDU), und n hob die Bedeutung von Tierschauen in der heutigen Zeit hervor. Sie hätten in früheren Jahrzehnten als feste Bestandteile zum landwirtschaftlichen Veranstaltungskalender gehört. Doch die aktuellen Umstände, vor allem die arbeitswirtschaftliche Situation, habe die Schauen seltener werden lassen. Um so mehr freue er sich über die Tierschau im Oldenburger Münsterland: „Sie hat noch etwas vom alten Flair. Es sind praktisch alle Tiere vertreten, angefangen bei Pferden, über Milch- und Fleischrinderrassen sowie Schafe, Rassegeflügel und Kaninchen.“
Nach eingehender Beratung kürten die Preisrichter die rotbunte Kuh „Maxima“ von Henrik Wille (Herbergen) zur „Miss Bethen 2011“. Der Titel „Mister Bethen 2011“ ging an „Nikita“, ein Limousin-Fleischrind von Josef Knurbein (Lindern).
Zum Programm gehörte auch eine von Bernhard Schomaker (Bioenergie-Region Südoldenburg) geleitete Diskussion zu „Auswirkungen des neuen EEG auf unsere Veredelungsregion“. Rinderzüchter Bernhard Wigbers sah seinen 22-Hektar-Hof durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) gefährdet. Maisverschlingende Biogasanlagen brauche niemand.
Rückblick und Ausblick
Als Ex-Rinderhalter und heutiger Biogasanlagenbetreiber trauerte Gerhard Thoben den Tieren nicht nach. 2005 habe er auf nachwachsende Rohstoffe (NAWARO) umgestellt. Cloppenburgs Kreislandwirt Hubertus Berges sah kein Fortkommen durch die „EEG“-Novellierung, denn für alte Anlagen gelte Bestandsschutz. Als richtigen Weg bewertete er das Herausnehmen des Flächendrucks. Die Anlagenbetreiber nutzten die Gesetze aus, aber ohne viel Weitsicht, bedauerte Berges.
Diplom-Ingenieur Armin Schwartz (Big Dutchman International) sprach von einem schwierigen Markt für Biogasanlagen in Deutschland. Derzeit beschreite man mit dem Verstromen von Rohstoffen den richtigen Weg.. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp (Garthe) bedauerte, dass beim des „EEG“ nicht der Agrarbereich, sondern der Umweltschutz bestimme sei. Er zog den Einsatz von Reststoffen der Verwendung nachwachsender Rohstoffe vor.
