Essen - Beton – das ist die Kernkompetenz der Firma Greten in Essen. Über Jahrzehnte hat sie gute Geschäfte gemacht als verlässlicher Partner der Landwirtschaft, wenn es um Stallbauten oder insbesondere Spaltenböden ging.

Jetzt geht man an der Holthöge 5 zusätzlich neue Wege. Die Krise der Landwirtsschaft, die Diskussionen um neue Haltungssysteme und das Tierwohl insgesamt haben die Landwirte weniger investitionsbereit gemacht. Spaltenböden verkauft Greten immer noch: Zu 80 Prozent ins Ausland, Stallbauten werden auch noch gefertigt, diese werden aber nicht außerhalb Deutschlands verkauft.

Zusätzlich zu den neuen Märkten im Ausland ist Greten dabei, auch im Inland neue Betätigungsfelder zu erschließen. Betonfertigteile im Hausbau oder in Industrieanlagen stehen ganz oben. Wer gut im Metier Beton ist, kann das auch, sagt Geschäftsführer Thomas Arnhold, der seit kurzem im Haus ist und die neuen Wege verantwortet. Er unterstützt so Anette und Alfons Greten, die ebenfalls Geschäftsführer sind.

Erste Erfolge in den neuen Sparten sind schon zu erkennen, berichtet Vertriebsleiter Klaus Kroker. Zum Beispiel habe man in der Oldenburger Fußgängerzone gerade eine Front eines neuen Objekts aus Beton gestaltet, und der Auftraggeber sei begeistert gewesen. Weitere Bereiche, in die Greten vorstoßen will, sind zum Beispiel der Kellerbau sowie Vollbetondecken für Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Treppen. In allen Fällen wirbt Greten insbesondere mit einem Vorteil: Schnelligkeit durch Vorfertigung im Werk bei hoher Qualität.

Zurzeit werden Wege erschlossen, die Hersteller und Kunden zusammenführen sollen, und da werden auch schon mal Klinken geputzt, sagt Arnhold. In den Wochen, in denen er bei Greten ist, gab es schon Erfolge, aber so ganz einfach geht die Diversifizierung nicht über die Bühne. Greten und Landwirtschaft, das gehörte zusammen. Das bleibt auch so, sagt Arnhold, aber es soll eben noch etwas hinzu kommen.

Die Verlagerung des Erfolgs mit den traditionellen Produkten nach Übersee funktioniert zum Beispiel auch wegen der günstigen Frachtraten. Ein Lkw nach Österreich ist nicht viel günstiger als ein Schiffscontainer nach Down Under. Und nach Fidschi hat Greten auch schon Spaltenböden geliefert.