Cloppenburg - Zur Mitgliederversammlung des Betreuungsvereins Cloppenburg konnte der Vorsitzende Bernhard Frye neben zahlreichen Mitgliedern auch Vertreter aus den Kommunen des Landkreises begrüßen. Auch wenn die Arbeit des Vereins allseits anerkannt und geschätzt wird, was sich besonders in den Beratungszahlen für ehrenamtliche Betreuer zeigt, konnte 2013 einmal mehr kein für positives Ergebnis verbucht werden. So schloss das Rechnungsjahr mit einem Defizit von 18 515,33 Euro, heißt es in einer Pressemitteilung.
Schwache Ertragslage
Da sie Vergütungssätze für die Betreuungsleistung seit 2005 nicht angehoben wurden, und einige Honorarkräfte inzwischen als Berufsbetreuer tätig sind, rechnen die Verantwortlichen nicht mit einer kurzfristigen Verbesserung der Ertragslage. Daher wurde für den Etat 2015 ein erneutes Minus eingeplant, das erneut aus den Rücklagen ausgeglichen werden muss.
Um auch in Zukunft die Beratungsangebote für Ehrenamtliche und zur Vorsorgevollmacht aufrecht erhalten zu können, will der Betreuungsverein den Landkreis Cloppenburg um eine Zuschusserhöhung für die „Querschnittsarbeit“ 2015 bitten.
Im Anschluss an die Versammlung informierten Lars Maibaum, Bezirksgeschäftsführer der Barmer Ersatzkasse, über geplante Änderungen in der Pflegeversicherung. Michael Richter vom Kreissozialamt ergänzte das Referat mit Details zum Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen.
Auch wenn die entsprechenden Gesetze noch nicht verabschiedet sind, wird es nach Maibaums Einschätzung zu erheblichen Verbesserungen der Leistungen der Pflegekassen für den Bereich ambulante Pflege kommen.
Bessere Information
Durch den Senioren- und Pflegestützpunkt soll erreicht werden, dass künftig Pflegebedürftige und pflegende Angehörige schneller und ortsnah über Möglichkeiten informiert werden, die für eine Verbesserung der häuslichen Pflege zur Verfügung stehen. Eine Vernetzung mit bestehenden Beratungsstellen, dazu zählt auch der Betreuungsverein, ist dem Landkreis Cloppenburg ein wichtiges Anliegen.
