Nordenham - Schüler und Betriebe an einen Tisch zu bringen, das ist das Ziel der Informationstage Betrieb und Beruf. „Die Betriebe müssen wirklich alle Anstrengungen unternehmen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken“, sagt Uschi Wilkens, Pressesprecherin der Stadt Nordenham, am Donnerstag.

Es sei wichtig, den Schülern die Branchenvielfalt und Attraktivität der Stadt zu verdeutlichen, stimmt Christine Völker zu. Genau das will die städtische Wirtschaftsförderung, die diese Veranstaltung koordiniert, durch die Informationstage erreichen. In diesem Jahr findet die Aktion am 11. und 12. Juli statt.

Dann haben Schüler der neunten Jahrgänge der Haupt-, Real- und Oberschulen sowie erstmals auch die Schüler der neunten und elften Jahrgänge der Gymnasien Nordenham und Tossens die Möglichkeit, bei einem Betriebsbesuch in unterschiedliche Berufe hineinzuschnuppern und mögliche Arbeitgeber kennenzulernen. Für die Schüler der elften Jahrgänge sei ein solcher Besuch besonders vorteilhaft, da sie kurz vor der Wahl ihrer Prüfungsfächer stehen. Diese können später bei Bewerbungen entscheidend sein, erklärt Christine Völker.

Rund 114 Einladungen an Betriebe habe sie bereits verschickt, berichtet Christine Völker. Zehn Betriebe haben sich bisher angemeldet. Jeder Betrieb sei willkommen, den Jugendlichen und ihren Eltern einen Blick hinter die Kulissen zu erlauben und über Berufe zu informieren. „Es ist wichtig, dass möglichst viele Betriebe mitmachen, so haben die Schüler die Möglichkeit, mehrere Berufe kennenzulernen“, sagt Christine Völker.

Bei der Premiere im vergangenen Jahr hatten sich 22 Firmen an der Veranstaltung beteiligt. Rund 200 Schüler nahmen insgesamt an über 500 Betriebsbesuchen teil, schätzt Christine Völker. Viele Firmen hatten ihre Auszubildenden in die Aktion eingebunden.


„Die Schüler trauen sich oft, mehr zu fragen, wenn sie von Azubis durch den Betrieb geführt werden“, berichtet Hilke Fechner, von Fechner Stahl- und Metallbau. Für sie war die Aktion im vergangenen Jahr ein Erfolg. „In der Woche danach hatten wir etliche Praktikumsanfragen. Aus diesen Praktika haben wir jetzt schon einige Bewerbungen um Ausbildungsplätze vorliegen“, erzählt sie. Außerdem bringe es auch die Auszubildenden selbst weiter, fügt Ina Paries von der Steuerberatungsgesellschaft Carstens und Partner hinzu.

Betriebe können sich bis zum 10. März anmelden. Unterlagen und mehr Informationen hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Nordenham. Die Liste der teilnehmenden Firmen wird anschließend an die Schulen verteilt, damit sich die Schüler für die verschiedenen Angebote anmelden können.