Schweinehaltung: Daten und Fakten
Nach den
Viehzählungsergebnissen vom November 2008 gibt es zurzeit noch etwa 11 600 schweinehaltende Betriebe in Niedersachsen. Dies bedeutet gegenüber 1998 ein Minus von 52 Prozent. Der Rückgang fiel bei den Ferkel produzierenden Sauenhaltern mit minus 63 Prozent deutlich größer aus als bei den Schweinemästern (minus 41 Prozent). Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der Schweine pro Betrieb kontinuierlich gewachsen: Aktuell gibt es knapp acht Millionen Schweine landesweit. Sie stehen in rund 4600 sauenhaltenden und 7000 Mastbetrieben. Im Gegensatz zu Dänemark und Holland dominiert in Deutschland die Arbeitsteilung, die meisten Betriebe haben sich auf Ferkelerzeugung oder Schweinemast spezialisiert.camAuch 2020 werde Deutschland der größte Schweinefleischproduzent Nordwest-Europas sein, hieß es. Die Zahl der Ferkelerzeuger gehe weiter zurück.
Von Carsten mensing
Cloppenburg Einen positiven Blick hat am Mittwoch die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen beim „3. Fachforum Schwein“ in die Zukunft geworfen. Dazu waren rund 1000 Sauenhalter und Schweinemäster aus ganz Nordwest-Deutschland in die Markthalle gekommen.
Auch 2020 werde Deutschland der größte Schweinefleischproduzent Nordwest-Europas sein, sagte LWK-Fachbereichsleiter Betriebswirtschaft, Dr. Albert Hortmann-Scholten. Allerdings werde es künftig immer mehr Schweinemäster und immer weniger Ferkelerzeuger geben. Deshalb – so Hortmann-Scholten weiter – müssten in Zukunft mehr Ferkel im benachbarten Ausland zugekauft werden. Mehr als ein Drittel der in Deutschland eingestellten Ferkel kämen dann aus Holland und Dänemark.
Der Druck auf die hiesigen Betriebe, immer weiter zu wachsen, ist groß. 1997/1998 wurden 93 Sauen pro Betrieb gehalten, mittlerweile seien es 171, erklärte Kammerpräsident Friedrich Scholten, der jetzt nach zwölf Jahren sein Amt abgeben wird. Auch die Schweinemastbetriebe wuchsen: Heute verlassen 2461 Tiere den Durchschnittsbetrieb, 1997/98 waren es 1264.
Auch die täglichen Zunahmen konnten während dieser Zeit kontinuierlich gesteigert werden, berichtete LWK-Fachbereichsleiter Tierzucht und -haltung, Dr. Ludwig Diekmann. Während vor zehn Jahren noch 690 Gramm Tageszunahmen registriert wurden, sind es mittlerweile 730 Gramm.
Siehe auch Region, Seite 12
